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Materia medica · Nr. 1231

Convolvulus duartinus

Convo-d.

In 11 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Convolvulus duartinus ist eine südamerikanische Windenart aus der Familie der Windengewächse und in der homöopathischen Literatur ein sehr kleines, in Brasilien beschriebenes Mittel. Bemerkenswert ist, dass hier trotz der schmalen Datenlage Gemütsangaben verzeichnet sind: ein Nebeneinander von Mutlosigkeit und überschwänglicher Einbildungskraft. Daneben stehen Kopfschmerz, Schwindel und eine Augenentzündung.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine Angaben vor. Ein Konstitutionsbild ist für dieses Mittel nicht überliefert.
Thermalitätwechselnd
TemperamentBeschrieben wird ein Wechsel zwischen gedrückter, mutloser Stimmung und einer gesteigerten, überschwänglichen Vorstellungstätigkeit. Diese Spannung zwischen Niedergeschlagenheit und aufgeregter Einbildungskraft ist das auffälligste Merkmal der wenigen verzeichneten Angaben.

Gemütsbild

Mutlosigkeit und EntmutigungGesteigerte, überschwängliche EinbildungskraftWechsel zwischen gedrückter und aufgeregter StimmungSchwindel und Benommenheit als Begleitzeichen

Die beiden Gemütsangaben, die zu Convolvulus duartinus vorliegen, stehen in einem auffälligen Gegensatz. Auf der einen Seite Entmutigung: der Verlust an Zuversicht, das Gefühl, einer Sache nicht mehr gewachsen zu sein. Auf der anderen Seite eine Steigerung der Vorstellungskraft, ein überschwängliches Sich-Ausmalen von Bildern und Möglichkeiten. Innerhalb der Windengewächse ist dieser Zug nicht überraschend; mehrere Arten dieser Familie enthalten Stoffe, die auf die Wahrnehmung wirken, und werden traditionell in diesem Zusammenhang genannt. Für dieses Mittel im Besonderen bleibt es jedoch bei den zwei verzeichneten Rubriken; ein ausgearbeitetes Gemütsbild liegt nicht vor, und weitergehende Aussagen wären nicht belegt.

Ängste: Keine ausdrücklich verzeichneten Ängste, Mutlosigkeit statt umschriebener Furcht

Leitsymptome

Kopfschmerz
Schwindel
Entzündung der Augen
Rheumatische Beschwerden, in den klinischen Rubriken zugeordnet
Verschlechterung
  • Keine kennzeichnenden Verschlechterungsangaben überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Ruhe
  • Nähere Besserungsangaben sind in der Literatur nicht beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine kennzeichnenden Speiseverlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine kennzeichnenden Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Mutlosigkeit mit gesteigerter EinbildungskraftKopfschmerzSchwindelAugenentzündungRheumatische Beschwerden, klassisch zugeordnet

Abgrenzung

Convolvulus arvensis, die heimische Ackerwinde, ist das nächstliegende Verwandtschaftsmittel, ebenfalls nur schmal beschrieben. Bei Kopfschmerz mit Schwindel und Benommenheit sind Gelsemium sempervirens und Cocculus indicus die weit besser ausgearbeiteten Mittel. Bei Mutlosigkeit mit wechselnder Stimmung führt die Literatur unter anderem Pulsatilla und Ignatia amara. Convolvulus duartinus bleibt wegen der sehr schmalen Datenlage ein Mittel, das nur bei enger Übereinstimmung der wenigen verzeichneten Angaben in Betracht kommt.

Verwandte Mittel

Convolvulus arvensisGelsemium sempervirensCocculus indicusIgnatia amara

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.