Coniinum ist das Alkaloid des Gefleckten Schierlings und steht dem Gesamtmittel Conium maculatum nahe. Die Repertorien führen es bei Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühl, Schweregefühl der Augen und Schwindel. Kennzeichnend ist die von unten aufsteigende Lähmung, wie sie aus den Vergiftungsberichten des Schierlings bekannt ist.
Konstitution
Gemütsbild
Trägheit und Verlangsamung des DenkensSinnestäuschungen des GehörsGleichgültigkeit und RückzugSchwer erträgliche geistige Anstrengung
Das Repertorium verzeichnet für Coniinum eine einzige Gemütsangabe: Sinnestäuschungen des Gehörs, also das Hören von Geräuschen oder Stimmen ohne äußeren Anlass. Das übrige Gemütsbild ist von Conium maculatum entlehnt und dort gut beschrieben: eine zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber Menschen und Aufgaben, Abneigung gegen Gesellschaft und zugleich Unbehagen im Alleinsein, verlangsamtes Denken und rasche geistige Ermüdung. Wer sich anstrengen muss zu denken, wird verdrießlich. Für die Einzelsubstanz bleibt die Grundlage schmal; sie wird überwiegend über die körperlichen Angaben bestimmt.
Ängste: Unbehagen im Alleinsein bei gleichzeitiger Abneigung gegen Gesellschaft, Sorge vor dem Nachlassen der eigenen Kräfte
Leitsymptome
- Körperliche Anstrengung und Bewegung
- Liegen, besonders im Dunkeln; Drehen des Kopfes
- Druck auf die betroffene Stelle
- Herablassen der Glieder, Ruhe
Verlangen und Abneigungen
- Keine charakteristischen Speiseverlangen für das Alkaloid überliefert
- Für Conium maculatum wird Verlangen nach Salzigem und Saurem beschrieben
- In der Literatur für das Alkaloid nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
Aufsteigende LähmungserscheinungenTaubheitsgefühl und GefühllosigkeitSprechstörung bei ZungenlähmungSchwindelSchweregefühl der Augen und Sehstörungen
Abgrenzung
Conium maculatum ist das Gesamtmittel aus derselben Pflanze und ungleich besser geprüft; wer an Coniinum denkt, prüft zuerst, ob nicht Conium das gesuchte Mittel ist, insbesondere wegen dessen kennzeichnendem Schwindel beim Umdrehen im Bett und den Drüsenverhärtungen. Curare zeigt ebenfalls Lähmung ohne Bewusstseinsverlust, dort mit deutlich rascherem Verlauf. Gelsemium sempervirens teilt Schweregefühl der Lider und Muskelschwäche, ist aber durch Zittern und Erwartungsangst unterschieden. Causticum ist bei langsam fortschreitenden Lähmungen mit Sehnenverkürzung das häufiger genannte Mittel.
Verwandte Mittel
Conium maculatumGelsemium sempervirensCurareCausticumPlumbum metallicum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.