Conchiolinum ist das Perlmutt der Muschelschale, genauer das Gerüsteiweiß Conchiolin, aus dem gemeinsam mit Kalk die Schalen von Muscheln und Perlaustern aufgebaut sind. Das Mittel ist in der Materia medica nur knapp beschrieben und gehört zu den Kalk- und Schalenmitteln aus dem Tierreich. Die wenigen vorliegenden Rubriken weisen ausschließlich in den Bereich der Knochen: Entzündungen des Knochens sowie schwere Allgemeininfektionen sind die einzigen verzeichneten Zuordnungen.
Konstitution
Gemütsbild
In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesenIn der Literatur nicht näher beschriebenKein eigenständiges Gemütsbild überliefert
Zu Conchiolinum liegt kein ausgearbeitetes Gemütsbild vor. Die Datenbasis besteht aus vier klinischen Rubriken ohne jede Gemütsangabe, und auch die klassische Materia medica beschreibt das Mittel fast ausschließlich über den Knochen. Es ist damit ein sogenanntes kleines Mittel, das aus der Substanz und aus einzelnen klinischen Beobachtungen heraus verstanden wird, nicht aus einer breiten Arzneimittelprüfung. Man ordnet es traditionell in die Nähe der Kalkmittel ein, weil Perlmutt aus Kalk und Eiweiß besteht und die verzeichneten Beschwerden das Knochengewebe betreffen. Aussagen über Stimmung, Ängste oder Wesenszüge wären an dieser Stelle Erfindung und unterbleiben.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Entzündungen des Knochens aufgeführtBei Knochenhautentzündung im klinischen Kapitel verzeichnetBei schweren Allgemeininfektionen mit Keimnachweis im Blut genanntKlassisch zugeordnet zu Erkrankungen des Knochen- und Stützgewebes
Abgrenzung
Bei Knochenbeschwerden sind die großen Mittel wesentlich breiter beschrieben: Silicea steht bei langwierigen Eiterungen mit Fistelbildung und Frostigkeit, Calcium phosphoricum bei verzögerter Knochenbildung und Wachstumsbeschwerden, Mercurius solubilis und Aurum metallicum bei Knochenauftreibungen mit nächtlicher Verschlimmerung. Conchiolinum bleibt demgegenüber ein wenig geprüftes Mittel mit sehr schmaler Datenbasis; eine Unterscheidung anhand charakteristischer Modalitäten oder Gemütszeichen ist nicht möglich, weil solche Angaben nicht überliefert sind.
Verwandte Mittel
Calcium carbonicumCalcium phosphoricumSiliceaMercurius solubilisAurum metallicum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.