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Materia medica · Nr. 1218

Comocladia dentata

Com.

In 963 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Comocladia dentata, im Herkunftsgebiet Guao genannt, ist ein westindischer Baum aus der Familie der Sumachgewächse und damit ein naher Verwandter von Rhus toxicodendron. Kennzeichnend sind heftig juckende, brennende Hautausschläge, die sich in der Wärme verschlimmern und in der Kühle bessern. Ein zweites, sehr eigentümliches Zeichen ist das Gefühl, das rechte Auge sei größer als das linke und trete hervor.

Konstitution

KörperbauEin bestimmter Körperbau wird in der Literatur nicht hervorgehoben; das Mittel wird über die Haut- und Augensymptome bestimmt.
Thermalitätwarmblütig
TemperamentEin ausgearbeitetes Gemütsbild liegt nicht vor. Beschrieben wird eine durch das brennende Jucken zermürbte, ruhelose Verfassung; das Gesicht wird in den Rubriken als verändert im Ausdruck geschildert.

Gemütsbild

Ruhelosigkeit und Gereiztheit durch das brennende JuckenVeränderter, angespannter GesichtsausdruckVerschlechterung bei Mondschein, in den Rubriken ausdrücklich verzeichnet

Zum Gemüt liegen bei Comocladia dentata keine ausgearbeiteten Angaben vor; die Repertorien führen im Wesentlichen körperliche Zeichen. Bemerkenswert und in den Rubriken ausdrücklich verzeichnet ist die Verschlimmerung bei Mond und Mondlicht, die die ältere Literatur bei einigen Hautmitteln beschreibt. Die seelische Verfassung wird als durch den anhaltenden Juckreiz beeinträchtigt geschildert, mit Unruhe und Reizbarkeit, ohne dass daraus ein eigenständiges Gemütsbild abzuleiten wäre. Über diese Angaben hinaus lässt sich aus der vorliegenden Datenlage nichts Belastbares sagen.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Gefühl, das rechte Auge sei größer als das linke und trete hervor; rechtsseitiger Augenschmerz, in den Repertorien als Nervenschmerz des Strahlenkörpers aufgeführt
Heftiges, brennendes Jucken der Haut mit Bläschen und krätzeartigen Ausschlägen; Verschlechterung durch Wärme
Verhärtete, verdickte, dunkel verfärbte Haut; in schweren Fällen Geschwüre mit Absterben des Gewebes
Gürtelrose, in den Rubriken ausdrücklich verzeichnet
Schwächegefühl der Schultergelenke; geschwollene Empfindung der betroffenen Teile
Reizung des Kehlkopfs; geschwollene Ohren; die Buchstaben laufen beim Lesen ineinander
Verschlechterung
  • Wärme
  • Mondlicht
  • Aufwärtsblicken und Heben der Augen
  • Bücken und Schütteln des Kopfes
  • Nachmittags
  • Bewegung des betroffenen Teils
Verbesserung
  • Kühle und kaltes Waschen
  • Bewegung im Allgemeinen
  • Freie Luft

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei brennend juckenden Hautausschlägen mit Verschlechterung durch Wärme aufgeführtKlassisch zugeordnet zu GürtelroseBei Augenentzündungen mit Beteiligung der Regenbogenhaut genanntBei dem Gefühl, ein Auge sei vergrößert und trete hervor, verzeichnetBei schlecht heilenden Geschwüren in der Literatur beschrieben

Abgrenzung

Rhus toxicodendron stammt aus derselben Pflanzenfamilie und teilt Bläschenausschlag und Jucken, bessert sich aber durch Wärme und fortgesetzte Bewegung, während Comocladia die Kühle sucht. Anacardium orientale gehört ebenfalls zu den Sumachgewächsen, zeigt jedoch das gespaltene Gemütsbild und die Besserung durch Essen. Apis mellifica überschneidet sich bei geschwollener, brennender Haut und Kälte-Besserung, ist aber durch stechende Schmerzen und Durstlosigkeit gekennzeichnet. Für Comocladia spricht besonders das rechtsseitige Augenzeichen zusammen mit der Wärmeverschlimmerung der Haut.

Verwandte Mittel

Rhus toxicodendronAnacardium orientaleApis mellificaCroton tigliumRanunculus bulbosus

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.