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Materia medica · Nr. 1207

Coffea tosta

Coff-t.

In 39 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Coffea tosta ist die geröstete Kaffeebohne und steht damit neben Coffea cruda, dem ungerösteten Rohkaffee, der in der Homöopathie ungleich bekannter ist. Das Repertorium führt Coffea tosta vor allem bei hohem Fieber von Kindern mit ausgeprägter Erregbarkeit, bei nervöser Ruhelosigkeit und bei Migräne. Der Datenbestand ist klein; das Bild bleibt ein Umriss neben dem des Hauptmittels.

Konstitution

KörperbauEin eigenes Konstitutionsbild ist nicht ausgearbeitet. Die Rubriken deuten auf überempfindliche, leicht erregbare Menschen, bei denen die Reizschwelle für alles Äußere herabgesetzt ist.
Thermalitätwechselnd
TemperamentKennzeichnend ist die Übererregung: Das Repertorium führt Erregung, die den Zustand verschlimmert, sowie nervöse Ruhelosigkeit. Unter hohem Fieber verzeichnen die Rubriken bei Kindern ausdrücklich die begleitende Erregbarkeit. In der Zuspitzung stehen zusammenhanglose, unverständliche Antworten und der verzweifelte Wunsch, dass es zu Ende sei.

Gemütsbild

Nervöse Ruhelosigkeit und ÜbererregbarkeitErregung, die den Zustand verschlimmertZusammenhanglose, unverständliche AntwortenVerzweiflung bis zum Wunsch, getötet zu werden

Das Gemütsbild von Coffea tosta ist von Übererregung geprägt. Die Rubriken zeigen einen Zustand, in dem jede weitere Anregung zu viel ist: Erregung verschlimmert, die Ruhelosigkeit hat einen ausdrücklich nervösen Charakter. Im Fieber steht bei Kindern die Erregbarkeit im Vordergrund - das Kind kommt nicht zur Ruhe. In der Zuspitzung wird die Sprache unklar, Antworten werden zusammenhanglos und unverständlich gegeben. Als äußerste Angabe verzeichnet das Repertorium den Wunsch, getötet zu werden, wie er bei schwer erträglichen Schmerzzuständen beschrieben wird. Ein durchgezeichnetes Gemütsbild wie bei Coffea cruda, mit der bekannten Überempfindlichkeit gegen Schmerz und der Schlaflosigkeit durch freudige Aufregung, liegt für die geröstete Form nicht in gleicher Ausführlichkeit vor.

Ängste: Verzweiflung bei kaum erträglichen Schmerzen, Innere Unruhe, die als bedrängend erlebt wird

Leitsymptome

Hohes Fieber bei Kindern, begleitet von auffallender Erregbarkeit - die am höchsten bewertete Angabe
Migräne und Kopfschmerz
Schwindel; nebliges Sehen und Kurzsichtigkeit
Wehen- und Geburtsschmerzen
Stuhldrang mit schmerzhaftem Pressen während des Stuhlgangs
Frösteln in der Lendengegend; Samenergüsse
Verschlechterung
  • Aufregung und Erregung jeder Art
  • Übermaß an Sinnesreizen
  • Nächtliche Zustände mit Ruhelosigkeit
Verbesserung
  • Ruhe und Reizabschirmung
  • Weitere Besserungen sind im vorliegenden Datenbestand nicht verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Speiseverlangen im Repertorium verzeichnet
Abneigung
  • Keine Speiseabneigungen im Repertorium verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Fieberhafte Zustände bei Kindern mit starker ErregbarkeitNervöse RuhelosigkeitMigräne und KopfschmerzWehenschmerzenStuhldrang mit schmerzhaftem PressenSchwindel und Sehstörungen

Abgrenzung

Coffea cruda ist das Hauptmittel der Gattung und weitaus besser geprüft: dort stehen die Überempfindlichkeit gegen Schmerz, die Schlaflosigkeit durch angenehme Aufregung und die überwachen Sinne im Vordergrund; wer an Kaffee als Arznei denkt, prüft in der Regel zuerst Coffea cruda. Chamomilla teilt die kaum zu ertragende Schmerzempfindlichkeit und die Reizbarkeit im kindlichen Fieber, ist aber durch die auffallende Untröstlichkeit und den Wunsch, getragen zu werden, unterschieden. Nux vomica steht der Kaffeewirkung ebenfalls nahe und tritt mit Reizbarkeit und krampfartigem Pressen hervor.

Verwandte Mittel

Coffea crudaChamomillaNux vomicaAconitum napellusBelladonna

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.