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Materia medica · Nr. 1200

Coccinella septempunctata

Cocc-s.

Auch: Cocci-s

In 32 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Coccinella septempunctata, der Siebenpunkt-Marienkäfer, ist ein kleines Tiermittel, das in den Repertorien fast ausschließlich mit dem Zahn- und Gesichtsschmerz verbunden ist. Kennzeichnend sind heftige Zahnschmerzen, die tagsüber schlimmer werden und zum Ohr oder Hinterkopf ausstrahlen, dazu ein eisiges Kältegefühl im Mund. Auch der Gesichtsnervenschmerz mit zuckenden Anfällen ist ihm zugeordnet.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Die Literatur beschreibt keinen typischen Körperbau; im Vordergrund steht der Schmerzcharakter.
Thermalitätfrostig
TemperamentÜber das Temperament ist wenig überliefert. Das Bild ist das eines von Schmerzanfällen getriebenen Menschen: unruhig, gereizt, empfindlich gegen kalte Luft am Zahn. Ein ausgearbeitetes Gemütsbild liegt nicht vor; die Rubrik der Wasserscheu verweist auf die ältere klinische Verwendung bei Krampfzuständen.

Gemütsbild

Unruhe und Gereiztheit unter heftigem Zahn- und GesichtsschmerzEmpfindlichkeit gegen kalte Luft an Zähnen und GesichtIn den Rubriken ist Wasserscheu verzeichnet, aus der älteren klinischen AnwendungKein breit ausgearbeitetes Gemütsbild in der Literatur

Der Gemütsanteil beschränkt sich auf einen einzigen Eintrag: Wasserscheu, ein Begriff aus der älteren Literatur, der auf die Verwendung bei krampfartigen Erregungszuständen zurückgeht und heute mit Zurückhaltung zu lesen ist. Alles andere, was seelisch anklingt, ergibt sich aus dem Schmerz selbst — die Unruhe, das Umherlaufen, die Gereiztheit eines Menschen, dessen Zahn- oder Gesichtsschmerz in Wellen anschwillt und zum Ohr ausstrahlt. Weitergehende Züge sind in der klassischen Materia medica nicht näher beschrieben.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken ist Wasserscheu als einzige entsprechende Angabe verzeichnet, Beklommenheit vor dem Wiederkehren des Schmerzanfalls

Leitsymptome

Zahnschmerz, der tagsüber schlimmer wird, in den Rubriken mit erhöhtem Grad geführt
Zahnschmerz, der zum Ohr oder zum Hinterkopf ausstrahlt
Empfindung, als werde Luft in den Zahn gepresst
Gefühl, als würde der Zahn herausgezogen; ziehender, klopfender, ruckartiger Schmerz
Zahnschmerz beim Sitzen schlimmer
Eisiges Kältegefühl im Mund
Gesichtsnervenschmerz mit schmerzhaftem Zucken
Kältegefühl an den Zähnen
Verschlechterung
  • Tagsüber, in den Rubriken ausdrücklich hervorgehoben
  • Sitzen
  • Kalte Luft an Zähnen und Gesicht
  • Berührung der schmerzenden Stelle
Verbesserung
  • Wärme im Gesicht und am Kiefer
  • Ruhe
  • Nachts, da die Beschwerden vorwiegend tagsüber auftreten

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine charakteristischen Verlangen verzeichnet
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken keine charakteristischen Abneigungen verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Zahnschmerzen mit Verschlimmerung am TageZahnschmerz mit Ausstrahlung zu Ohr und HinterkopfGesichtsnervenschmerz mit schmerzhaftem ZuckenEisiges Kältegefühl in Mund und ZähnenKrampfartige Erregungszustände, in der älteren Literatur aufgeführt

Abgrenzung

Spigelia wird dem linksseitigen Gesichtsnervenschmerz mit stechendem, wie glühenden Nadeln empfundenem Charakter zugeordnet, Magnesium phosphoricum dem krampfartigen Schmerz mit deutlicher Besserung durch Wärme und Druck. Mezereum steht beim Gesichtsschmerz nach Gürtelrose, Chamomilla beim unerträglichen Zahnschmerz mit Zorn und einer roten und einer blassen Wange. Coccinella hebt sich durch die Tagesverschlimmerung und das eisige Kältegefühl im Mund ab.

Verwandte Mittel

Spigelia anthelmiaMagnesium phosphoricumChamomillaMezereumPlantago major

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.