Coccus cacti wird aus der Cochenilleschildlaus gewonnen und gehört zu den Tierarzneien. Die Literatur beschreibt es als ausgesprochenes Hustenmittel: anfallsweiser, würgender Husten mit zähem, fadenziehendem, weißem Schleim, der am Ende des Anfalls in großen Klumpen herausgewürgt wird. Daneben steht ein zweites Wirkungsfeld an den Harnwegen mit Blasenkrampf und Steinbildung.
Konstitution
Gemütsbild
Unruhe und Gereiztheit durch die HustenanfälleErschöpfung nach den nächtlichen AttackenEmpfindlichkeit gegen warme, stickige Luft
Zum Gemüt liegen in den ausgewerteten Rubriken keine charakteristischen Angaben vor, und auch die klassische Materia medica beschreibt Coccus cacti überwiegend als körperlich wirkendes Mittel. Was sich abzeichnet, ergibt sich aus dem Beschwerdebild selbst: Die anfallsweise auftretenden, erschöpfenden Hustenattacken mit Würgen und Erbrechen machen mürbe, stören den Schlaf und führen zu einer reizbaren Erschöpfung. Kennzeichnend ist, dass Betroffene die Fenster geöffnet haben wollen und in warmen Zimmern unruhig werden. Ein ausgearbeitetes Konstitutionsbild lässt sich daraus nicht ableiten.
Ängste: Beklemmung während der Hustenanfälle, Zu weiteren Ängsten liegen keine belastbaren Rubriken vor
Leitsymptome
- Im warmen Zimmer und durch warme Speisen
- Beim Erwachen und morgens
- Im Liegen und nachts
- Durch Essen und beim Zähneputzen
- Im Winter
- An kalter, frischer Luft
- Durch kalte Getränke und kalte Speisen
- Nach dem Erbrechen des Schleims
- Im ruhigen Liegen im Bett
Verlangen und Abneigungen
- Kalte Getränke, die den Husten mildern
- Frische, kühle Luft
- Warme Speisen und Getränke
- Aufenthalt in geheizten Räumen
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei anfallsweisem Husten mit zähem, fadenziehendem Auswurf aufgeführtKlassisch zugeordnet zu keuchhustenartigen Zuständen mit Würgen und ErbrechenGenannt bei Kehlkopfreizung, Heiserkeit und Fremdkörpergefühl im HalsVerzeichnet bei Blasenkrämpfen und Beschwerden im Zusammenhang mit HarnsteinenAufgeführt bei klumpiger, dunkler Menstruationsblutung
Abgrenzung
Kalium bichromicum hat ebenfalls zähen, fadenziehenden Schleim, dieser ist dort jedoch typisch gelb bis grün und die Beschwerden bessern sich durch Wärme. Drosera zeigt den anfallsweisen, erschöpfenden Husten mit Würgen, aber ohne den charakteristischen weißen, glasigen Schleim und mit Verschlechterung nach Mitternacht im Liegen. Hydrastis teilt den zähen Schleim, führt jedoch stärker zu allgemeiner Schwäche und Abmagerung. Für Coccus cacti spricht die deutliche Besserung durch kalte Luft und kalte Getränke.
Verwandte Mittel
Kalium bichromicumDroseraCactus grandiflorusCantharisSarsaparilla
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.