HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 1145

Cineraria maritima

Cine.

In 3 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Cineraria maritima, das Silberblatt oder Aschenkraut (Senecio cineraria, Korbblütler), ist ein graufilziger Halbstrauch der Mittelmeerküsten. In der homöopathischen und volksheilkundlichen Literatur ist die Pflanze fast ausschließlich als Augenmittel bekannt; die Zubereitung aus dem frischen Kraut wurde bei Trübungen der Linse und der Hornhaut verwendet. Genau dies bilden die drei vorliegenden Rubriken ab: Auge, Linsentrübung und Hornhauttrübung.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentEin Konstitutionsbild ist für Cineraria maritima nicht überliefert. Das Mittel ist über eine eng umgrenzte äußerliche und innerliche Verwendung am Auge in die Sammlungen gelangt und nicht über eine Arzneimittelprüfung, aus der sich ein Wesensbild ergeben hätte. Angaben zu Temperament oder Körperbau wären hier ohne Grundlage.

Gemütsbild

keine gesicherten Gemütssymptome überliefertBekümmerung über die nachlassende SehschärfeRückzug bei zunehmender Seheinschränkung

In OpenHomeopath sind für Cineraria maritima keine Rubriken aus dem Gemütskapitel verzeichnet. Die Literatur beschreibt das Mittel ausschließlich über das Auge. Was sich an seelischer Beteiligung sagen lässt, ist unspezifisch und gehört zur Situation nachlassenden Sehens allgemein: Sorge, Unsicherheit im Alltag, Rückzug aus Tätigkeiten, die scharfes Sehen verlangen. Für die Mittelwahl trägt das nichts bei; maßgeblich ist der Augenbefund. Anders als etwa Euphrasia, das ebenfalls ein Augenmittel ist, hat Cineraria kein eigenes Gemütsbild ausgebildet.

Ängste: keine charakteristischen Ängste überliefert, in der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Trübung der Augenlinse — die kennzeichnende Zuordnung des Mittels, in den Rubriken als Katarakt geführt
Trübung der Hornhaut, ebenfalls eigens verzeichnet
Beschwerden des Auges allgemein, als übergeordnete Zuordnung
Zustände nach Verletzungen und Entzündungen der Hornhaut mit zurückbleibender Trübung, wie sie die ältere Literatur dem Mittel zuschreibt, ohne Rubrikbeleg in der vorliegenden Datenbasis
Verschlechterung
  • keine gesicherten Verschlechterungsmodalitäten überliefert
  • in der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • keine gesicherten Besserungsmodalitäten überliefert
  • in der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • keine charakteristischen Verlangen überliefert
Abneigung
  • keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Linsentrübung, in Repertorien Cineraria maritima zugeordnetHornhauttrübungAugenbeschwerden allgemein

Abgrenzung

Cineraria maritima ist ein eng umgrenztes Augenmittel ohne Allgemein- und Gemütsbild; die Wahl stützt sich allein auf den örtlichen Befund. Calcium fluoricum und Silicea werden Trübungen und Verhärtungen der Hornhaut klassisch ebenfalls zugeordnet, bringen jedoch ein ausgearbeitetes Konstitutionsbild mit. Euphrasia officinalis gehört zu Reizzuständen der Binde- und Hornhaut mit scharfem Tränen, Naphthalinum wird in der älteren Literatur bei Linsentrübung genannt. Bei Augenerkrankungen ist stets die augenärztliche Abklärung maßgeblich.

Verwandte Mittel

Calcium fluoricumSiliceaEuphrasia officinalisNaphthalinumCausticum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.