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Materia medica · Nr. 1141

Cichorium intybus

Cich.

In 6 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Cichorium intybus, die Gemeine Wegwarte, ist ein Korbblütler mit bitterem Milchsaft, dessen Wurzel als Zichorienkaffee bekannt wurde und in der Volksmedizin als Bittermittel für Leber, Galle und Verdauung galt. In der homöopathischen Literatur ist die Pflanze nur schmal vertreten; die vorliegenden Rubriken betreffen Kopfschmerz, Verstopfung und eine Sehschwäche ohne sichtbaren Augenbefund.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Die ältere Literatur ordnet die Pflanze der Gruppe der Bittermittel mit Bezug zu Leber und Galle zu, ohne einen bestimmten Körperbau zu beschreiben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor; die Datenbasis enthält keine Gemütsrubriken. Die aus der Bach-Blüten-Lehre bekannten Zuschreibungen zur Wegwarte gehören einem anderen Verfahren an und sind keine homöopathischen Prüfungsergebnisse; sie werden hier deshalb nicht übernommen.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken überliefertSchwerpunkt auf Kopf, Verdauung und SehvermögenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Cichorium intybus sind in der Datenbasis keine Rubriken aus dem Kapitel Gemüt hinterlegt. Die homöopathische Prüfung blieb schmal; die überlieferten Angaben stammen aus der älteren Arzneimittellehre und betreffen Kopf, Darm und Auge. Ein Gemütsbild lässt sich daraus nicht ableiten. Bekannter als die homöopathische Verwendung ist die volksmedizinische als Bittermittel, die aber keine Aussage über ein Arzneimittelbild erlaubt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Kopfschmerz - eine der wenigen deutlich verzeichneten Angaben, in der älteren Literatur mit Verdauungsstörungen in Zusammenhang gebracht
Verstopfung
Sehschwäche ohne sichtbaren Befund am Auge
Die bitteren Bestandteile der Wurzel begründen den überlieferten Bezug zu Leber, Galle und Verdauung
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Kopfschmerz aufgeführtIn Repertorien bei Verstopfung genanntIn Repertorien bei Sehschwäche ohne sichtbaren Augenbefund verzeichnetKlassisch der Gruppe der bitteren Verdauungsmittel zugeordnet

Abgrenzung

Bei Kopfschmerz mit Bezug zu Leber und Verdauung sind Chelidonium majus mit dem bekannten Schmerz unter dem rechten Schulterblatt, Nux vomica mit der morgendlichen Verschlimmerung nach Übermaß und Lycopodium clavatum mit Blähung und Nachmittagsverschlimmerung ungleich besser ausgearbeitet. Taraxacum, ebenfalls ein bitterer Korbblütler, steht mit der landkartenartigen Zunge daneben. Cichorium bleibt wegen der schmalen Prüfung ein Mittel zweiter Wahl und kommt nur bei genauer Übereinstimmung der wenigen verzeichneten Angaben in Betracht.

Verwandte Mittel

Taraxacum officinaleChelidonium majusNux vomicaLycopodium clavatumCarduus marianus

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.