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Materia medica · Nr. 1139

Cicuta maculata

Cic-m.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Cicuta maculata ist der nordamerikanische Wasserschierling, ein hochgiftiger Doldenblütler aus feuchten Wiesen und Gräben. In der Homöopathie steht er ganz im Schatten des europäischen Cicuta virosa und ist nur mit einem sehr kleinen Bestand vertreten. Die einzige überlieferte Zuordnung im Repertorium betrifft krampfartige Zustände vom Typ des Wundstarrkrampfs (Tetanus).

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist für Cicuta maculata nicht überliefert; das Mittel wird in der Literatur als Zustandsmittel bei Krampfgeschehen geführt, nicht als Konstitutionsmittel.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Was über die Schierling-Gruppe an seelischen Zügen beschrieben wird, stammt fast durchweg von Cicuta virosa und wird hier nicht auf die amerikanische Art übertragen.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertIm Repertorium rein körperbezogen geführtKeine ausführliche eigene Arzneimittelprüfung bekannt

Im vorliegenden Bestand sind zu Cicuta maculata keine Gemütsrubriken besetzt. Die klassische Literatur beschreibt für die Schierlingsarten insgesamt einen Zustand von Fremdheit und Verwirrung nach schweren Erschütterungen, mit sonderbarem Verhalten und kindlichem Wesen; belegt ist das jedoch für Cicuta virosa. Für die amerikanische Art bleibt der Bestand auf das Krampfgeschehen beschränkt, und ein seelisches Bild wird hier nicht ergänzt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Tetanische Krämpfe - der Wundstarrkrampf ist die einzige klinische Zuordnung des Bestandes
Starre Streckkrämpfe der Rumpf- und Nackenmuskulatur, wie sie die Toxikologie für den Wasserschierling beschreibt
Kiefersperre und Krampf der Kaumuskeln, in der Vergiftungsliteratur der Pflanze genannt
Wiederkehrende Krampfanfälle, die durch Berührung oder Geräusch ausgelöst werden - klassisch für die Schierling-Gruppe beschrieben
Verschlechterung
  • Keine gesicherten eigenen Modalitäten überliefert
  • Für die Gruppe wird Berührung und Erschütterung als auslösend beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Tetanische KrampfzuständeKrampfneigung der SkelettmuskulaturZustände nach Kopfverletzung mit Krämpfen, wie sie die Literatur der Schierling-Gruppe zuordnet

Abgrenzung

Das weit besser belegte Mittel dieser Gruppe ist Cicuta virosa, der europäische Wasserschierling, mit seinem eigenen Gemütsbild und den nach hinten gerichteten Streckkrämpfen; Cicuta maculata bleibt demgegenüber ein Randeintrag ohne eigene Prüfung. Bei tetanischen Krämpfen werden klassisch außerdem Hypericum perforatum nach Verletzung von Nervenbahnen, Nux vomica bei Streckkrämpfen mit Überempfindlichkeit und Strychninum nitricum genannt. Ein Wundstarrkrampf ist ein Notfall und gehört ausschließlich in ärztliche Behandlung.

Verwandte Mittel

Cicuta virosaConium maculatumNux vomicaHypericum perforatumStrychninum nitricum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.