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Materia medica · Nr. 1130

Chrysophanicum acidum

Chrys-ac.

In 7 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Chrysophanicum acidum, die Chrysophansäure, ist ein gelber Farbstoff aus der Gruppe der Anthrachinone, der im Goapulver des Araroba-Baumes und in Rhabarber- und Ampferarten vorkommt. In der Dermatologie des 19. Jahrhunderts wurde er äußerlich bei schuppenden Hautleiden verwendet; die dabei beobachteten Reizwirkungen ergaben das homöopathische Bild. Es ist ein reines Hautmittel: verzeichnet sind ringförmige, herpesartige Ausschläge, schuppende Hautveränderungen und Reizung des Auges.

Konstitution

KörperbauEin Konstitutionstyp ist nicht beschrieben. Das Mittel ist über den Hautbefund und nicht über einen Patiententypus charakterisiert.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Angaben vor. Die überlieferten Beobachtungen betreffen ausschließlich Haut und Augen.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertBelastung durch sichtbare und juckende HautveränderungenMittel mit rein örtlicher Symptomatik

Für Chrysophanicum acidum verzeichnet das Repertorium keine Gemütsrubriken. Die Substanz gelangte über die äußerliche Anwendung bei schuppenden Hautleiden in die Materia medica, nicht über eine Arzneimittelprüfung am Gesunden. Beschrieben sind deshalb ausschließlich örtliche Reizerscheinungen. Dass ausgedehnte, sichtbare Hautveränderungen belasten und der Juckreiz den Schlaf stört, gehört zum Krankheitsbild, ist aber kein mittelspezifischer Zug. Eine Ausdeutung des Gemüts unterbleibt daher.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Ringförmig angeordnete, herpesartige Ausschläge mit randbetonter Schuppung
Schuppende Hautveränderungen, im Repertorium der Schuppenflechte zugeordnet
Juckreiz und Brennen der betroffenen Hautstellen
Gelbliche Verfärbung der Haut durch den Farbstoff selbst
Entzündliche Reizung des Auges mit Rötung und Tränen, wie sie bei der äußerlichen Anwendung beobachtet wurde
Verschlechterung
  • Reibung, Kratzen und Wärme der Haut
  • Äußerliche Reizmittel und Waschen mit scharfen Zusätzen
Verbesserung
  • Kühle Anwendungen auf der Haut
  • Ruhe und Schonung der betroffenen Stellen

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Verlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Ringförmige, herpesartige HautausschlägeSchuppende Hautveränderungen im Sinne der SchuppenflechteJuckende Hautreizung mit BrennenEntzündliche Reizung der Augenbindehaut

Abgrenzung

Bei schuppenden und ringförmigen Hautausschlägen sind die gründlich geprüften Mittel voranzustellen: Sepia bei scharf begrenzten, ringförmigen Herden, Tellurium metallicum bei kreisrunden, randbetonten Ausschlägen mit übelriechender Absonderung, Arsenicum album bei trockener, feinschuppiger Haut mit Brennen, Sulphur bei juckenden Ausschlägen mit Verschlechterung durch Wärme und Waschen und Graphites bei rissiger Haut mit honigartiger Absonderung. Chrysophanicum acidum steht daneben als kleines, aus der äußerlichen Anwendung abgeleitetes Mittel. Stofflich verwandt sind Rheum und Rumex crispus, die ebenfalls Anthrachinone enthalten.

Verwandte Mittel

SepiaTellurium metallicumArsenicum albumSulphurGraphites

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.