Chromium sulphuricum, das Sulfat des Chroms, ist ein kleines mineralisches Mittel, dessen überliefertes Bild ganz auf die oberen Atemwege gerichtet ist. Verzeichnet sind jährlich wiederkehrender Fließschnupfen zur Blütezeit, katarrhalische Reizung der Nase und asthmatisches Atmen im Sinne des Heuasthmas. Damit gehört es zu den Mitteln, die bei jahreszeitlich gebundener Überempfindlichkeit der Schleimhäute genannt werden.
Konstitution
Gemütsbild
Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertErschöpfung und Gereiztheit während der BeschwerdezeitMittel mit organbezogener Symptomatik
Für Chromium sulphuricum verzeichnet das Repertorium keine Gemütsrubriken. Die Substanz wurde nicht in einer breiten Arzneimittelprüfung untersucht; sie steht in der Materia medica über den Zusammenhang der Chromverbindungen und über einzelne klinische Beobachtungen bei Heuschnupfen. Wer das Mittel erwägt, geht daher vom Verlauf und von den Modalitäten der Schleimhautreizung aus. Dass anhaltender Niesreiz, verstopfte Nase und erschwertes Atmen den Schlaf stören und mürbe machen, gehört zum Zustand, ist aber nicht als mittelspezifischer Zug belegt.
Ängste: Beklemmung bei erschwertem Atmen, Weitere Ängste sind in der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Pollenflug, Aufenthalt im Freien während der Blütezeit
- Staub und trockene, warme Luft
- Nachts und in den frühen Morgenstunden bei asthmatischem Atmen
- Regnerisches Wetter und pollenarme Umgebung
- Feuchte, kühle Luft
Verlangen und Abneigungen
- Keine charakteristischen Verlangen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
Jährlich wiederkehrender FließschnupfenKatarrhalische Reizung der NasenschleimhautAsthmatisches Atmen im Sinne des HeuasthmasAllergische Reaktionslage der oberen Atemwege
Abgrenzung
Kalium bichromicum ist die bekannteste Chromverbindung der Materia medica, gekennzeichnet durch zähen, fadenziehenden Schleim, umschriebenen Schmerz an kleiner Stelle und Beschwerden an der Nasenwurzel. Bei jahreszeitlichem Fließschnupfen sind Allium cepa mit wundmachendem Nasenwasser, Euphrasia officinalis mit scharfem Tränenfluss, Sabadilla mit heftigen Niesanfällen und Arundo mauritanica mit Jucken in Nase und Gaumen die gründlicher belegten Mittel. Geht der Schnupfen in asthmatisches Atmen über, werden Arsenicum album, Ipecacuanha und Natrium sulphuricum verglichen. Chromium sulphuricum bleibt daneben ein Randmittel mit schmaler Belegbasis.
Verwandte Mittel
Kalium bichromicumAllium cepaSabadillaArsenicum albumNatrium sulphuricum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.