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Materia medica · Nr. 1120

Chromicum acidum

Chr-ac.

In 160 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Chromicum acidum, die Chromsäure, ist ein selten gebrauchtes Säuremittel, das in der älteren Literatur vor allem im Zusammenhang mit Geschwüren, Warzen und zerstörenden Hautvorgängen genannt wird. In den Rubriken treten daneben Beschwerden des weichen Gaumens mit vermehrtem Speichelfluss, Schwindel und eingeklemmte Blähungen hervor. Kennzeichnend ist eine abendliche Hitze im Gesicht um die zehnte Stunde.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Die Literatur beschreibt das Mittel überwiegend bei zehrenden, langwierigen Zuständen.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Gemüt liegt wenig vor. Verzeichnet sind Fehler beim Schreiben — ein Hinweis auf eine nachlassende Sammlung und Aufmerksamkeit. Der Schwindel wird in den Rubriken beim Verstand geführt, was die Verbindung von Benommenheit und geistiger Unsicherheit unterstreicht.

Gemütsbild

Fehler beim Schreiben, nachlassende SammlungBenommenheit und SchwindelErschöpfung bei langwierigen BeschwerdenWenig ausgearbeitetes Gemütsbild

Zum Gemüt liegt im Wesentlichen eine Angabe vor: Fehler beim Schreiben. Sie deutet auf eine Verminderung der geistigen Sammlung hin, wie sie bei den Säuremitteln allgemein im Zusammenhang mit Erschöpfung beschrieben wird. Der Schwindel ist in den Rubriken bemerkenswerterweise unter dem Verstand eingeordnet und mit hohem Grad geführt. Weitergehende seelische Züge sind in der Literatur nicht näher beschrieben; die Wahl des Mittels stützt sich auf die Schleimhaut- und Hautzeichen.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Ängste verzeichnet, Beklemmung bei Zusammenschnüren in der Brust

Leitsymptome

Beschwerden des weichen Gaumens, in den Rubriken am höchsten graduiert, mit vermehrtem Speichelfluss
Schwindel mit Benommenheit, in den Rubriken hoch geführt
Eingeklemmte Blähungen, die nicht abgehen wollen
Hitze im Gesicht am Abend, in den Rubriken auf etwa zweiundzwanzig Uhr festgelegt
Trockener, harter, tief aus der Luftröhre kommender Husten mit Beschwerden vor und nach dem Husten
Zahnschmerz, der zum Ohr ausstrahlt
Geschwüre, Warzen und zerstörende Hautveränderungen, in der älteren Literatur ausdrücklich genannt
Kalte Füße während des Kopfschmerzes, wunde Fußsohlen beim Gehen
Verschlechterung
  • Abends, besonders gegen zweiundzwanzig Uhr, mit Gesichtshitze
  • Morgens, für die Allgemeinbeschwerden
  • Vormittags
  • Gehen, für die wunden Fußsohlen
  • Nach überstandenem Fieber
Verbesserung
  • Abgang von Blähungen
  • Ruhe
  • In den vorliegenden Rubriken sind weitere Besserungen nicht verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Speiseverlangen verzeichnet
Abneigung
  • Widerwille gegen Speisen bei Übelkeit
  • In den vorliegenden Rubriken keine weiteren Speiseabneigungen verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Geschwüre und schlecht heilende HautveränderungenWarzenbildungBeschwerden des weichen Gaumens mit SpeichelflussTrockener, harter HustenSchwindel mit BenommenheitBlähungsbeschwerden mit eingeklemmten WindenZustände nach überstandenem Fieber

Abgrenzung

Kalium bichromicum, das bekannteste Chrommittel, ist bei zähem, fadenziehendem Schleim, umschriebenen Geschwüren und wandernden Schmerzen die ungleich besser geprüfte Wahl. Nitricum acidum steht bei Geschwüren mit splitterartigem Schmerz und Warzenbildung nahe, mit übelriechenden Absonderungen. Für den Zahnschmerz mit Ausstrahlung zum Ohr sind Mercurius solubilis und Chamomilla zu bedenken.

Verwandte Mittel

Kalium bichromicumNitricum acidumMercurius solubilisThuja occidentalisArsenicum album

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.