Chlorpromazinum ist die homöopathische Zubereitung des Chlorpromazins, eines seit den 1950er Jahren gebräuchlichen Arzneistoffs aus der Gruppe der Phenothiazine, der in der Psychiatrie als erstes Neuroleptikum Verbreitung fand. In der Materia medica ist es nur mit wenigen Angaben vertreten, die aus Beobachtungen unerwünschter Arzneiwirkungen stammen: Geschwüre im Zwölffingerdarm und eine allergische Reaktionslage. Eine klassische Arzneimittelprüfung liegt nicht vor.
Konstitution
Gemütsbild
Kein geprüftes Gemütsbild überliefertAngaben stammen aus Beobachtungen unerwünschter ArzneiwirkungenMittel moderner Herkunft ohne klassische Prüfung
Das Repertorium führt für Chlorpromazinum keine Gemütsrubriken. Der Ausgangsstoff wirkt in stofflicher Dosis dämpfend auf Antrieb und innere Erregung; daraus lässt sich jedoch kein homöopathisches Gemütsbild ableiten, solange keine Prüfung vorliegt. Die überlieferten Angaben betreffen ausschließlich den Verdauungskanal und die allergische Reaktionslage. Wer das Mittel erwägt, tut dies in aller Regel im Zusammenhang mit vorausgegangener Einnahme des Arzneistoffs und mit Beschwerden, die sich zeitlich daran anschließen. Eine weitergehende Beschreibung wäre nicht belegt.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Nüchternheit und längere Essenspausen bei Oberbauchbeschwerden
- Sonnenlicht bei allergischer Hautreaktion
- Kleine Mahlzeiten und Wärme am Bauch
- In der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- Keine charakteristischen Verlangen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
Geschwürige Beschwerden des ZwölffingerdarmsAllergische Reaktionslage, auch mit Lichtempfindlichkeit der HautFolgezustände nach Einnahme des Ausgangsstoffs
Abgrenzung
Chlorpromazinum gehört zu den Arzneimittelbildern moderner Substanzen, die ohne klassische Prüfung in die Repertorien gelangt sind; seine Aussagekraft ist entsprechend begrenzt. Bei geschwürigen Beschwerden des Zwölffingerdarms sind die gründlich geprüften Mittel voranzustellen: Anacardium orientale mit Besserung des Schmerzes durch Essen, Argentum nitricum mit nagendem Schmerz und Blähung, Nux vomica mit Verschlechterung nach Reizmitteln und Kalium bichromicum mit umschriebenem Schmerz an kleiner Stelle. Bei allergischer Hautreaktion sind Apis mellifica, Urtica urens und Sulphur zu vergleichen.
Verwandte Mittel
Argentum nitricumAnacardium orientaleNux vomicaKalium bichromicumApis mellifica
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.