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Materia medica · Nr. 1096

Chininums alicylicum

Chinin-sal.

Auch: Chin-sal.

In 6 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Chininum salicylicum ist das salicylsaure Chinin, eine Verbindung aus dem Chinarindenalkaloid und der Salicylsäure. Beide Bestandteile sind für ihre Wirkung auf das Innenohr bekannt: Chinin ruft in größeren Gaben Ohrensausen und Schwerhörigkeit hervor, Salicylsäure ebenso. Genau darin liegt der überlieferte Schwerpunkt des Mittels - die Literatur führt es geschlossen bei Ohrgeräuschen, Schwerhörigkeit und anfallsartigem Drehschwindel.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Das Mittel wird über seinen engen Bezug zum Innenohr beschrieben, nicht über einen Körperbau.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine eigenen Angaben vor; die Datenbasis enthält keine Gemütsrubriken. Die für China officinalis beschriebene Reizbarkeit nach Säfteverlusten gehört jenem Mittel und wird hier nicht als Bild der Verbindung ausgegeben.

Gemütsbild

Keine eigenen Gemütsrubriken überliefertBelastung durch anhaltende Ohrgeräusche und SchwindelanfälleIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Chininum salicylicum sind keine Gemütsrubriken hinterlegt. Die Materia medica beschreibt das Mittel als ausgesprochen örtlich wirkendes Ohrmittel und geht auf seelische Züge nicht ein. Was Betroffene an solchen Zuständen belastet - das anhaltende Sausen, die Unsicherheit durch Schwindelanfälle, der Rückzug bei nachlassendem Gehör -, gehört zur Beschwerde selbst und ist kein geprüftes Arzneimittelbild. Die Auswahl stützt sich deshalb auf den ungewöhnlich klaren örtlichen Befund.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Ohrgeräusche, in der Literatur als Sausen und Klingen beschrieben - der Kern des Mittels
Nachlassendes Gehör bis zur Schwerhörigkeit
Anfallsartiger Drehschwindel; die Repertorien führen das Mittel ausdrücklich bei der Menière-Erkrankung
Die Verbindung zweier Stoffe, die beide in größeren Gaben Ohrensausen hervorrufen, erklärt den geschlossenen Bezug zum Innenohr
Verschlechterung
  • Bewegung des Kopfes und Lagewechsel, wodurch der Schwindel ausgelöst wird
  • Lärm und Geräusche
Verbesserung
  • Ruhiges Liegen bei geschlossenen Augen
  • Stille

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Ohrgeräuschen aufgeführtIn Repertorien bei Schwerhörigkeit genanntIn Repertorien bei der Menière-Erkrankung verzeichnetIn Repertorien bei Schwindel aufgeführt

Abgrenzung

Chininum sulphuricum ist die geläufigere Chininverbindung und teilt das Ohrensausen, steht aber stärker bei periodisch wiederkehrenden Beschwerden mit Berührungsempfindlichkeit der Wirbelsäule. Salicylicum acidum zeigt Ohrensausen mit Schwerhörigkeit und Schwindel ebenfalls, dazu die bekannte Benommenheit. Bei anfallsartigem Drehschwindel stehen daneben Cocculus indicus mit Verschlimmerung durch Bewegung und Konium mit Schwindel beim Umdrehen im Bett. Für Chininum salicylicum spricht die enge Verbindung von Sausen, Gehörverlust und Drehschwindel in einem Bild.

Verwandte Mittel

Chininum sulphuricumSalicylicum acidumChina officinalisCocculus indicusConium maculatumNatrium salicylicum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.