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Materia medica · Nr. 1087

China boliviana

Chin-b.

In 37 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

China boliviana ist eine bolivianische Chinarinden-Art und steht damit neben China officinalis, dem großen und weitaus besser geprüften Mittel der Gattung. Der eigene Datenbestand ist klein und durchgehend niedrig gewichtet; am eigentümlichsten sind die überlieferten Träume von Wasser, vom Fischen und vom Antreiben eines Maultiers. Daneben stehen Mund- und Zungenbeschwerden sowie Schnupfen.

Konstitution

KörperbauEin eigenes Konstitutionsbild ist nicht ausgearbeitet. Die Chinarinden-Mittel werden in der Literatur allgemein mit Schwächezuständen nach Säfteverlusten und mit periodisch wiederkehrenden Beschwerden verbunden; eigene Angaben dazu liegen für diese Art nicht vor.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Gemüt liegen im Datenbestand keine Rubriken vor. Die einzigen Hinweise auf das Innenleben sind die verzeichneten Träume. Ein Temperamentsbild wird hier nicht konstruiert.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetAuffällige Träume von Wasser, Fischen und MaultierenDas Mittel steht im Schatten von China officinalis

Zu China boliviana liegen keine eigenen Gemütsangaben vor. Was das Repertorium überliefert, sind Träume - und die sind ungewöhnlich anschaulich: vom Fischen, von Fischen, von Wasser und von badenden Menschen sowie vom Antreiben eines Maultiers. Träume gelten in der Repertorisation als Hinweise auf die innere Verfassung, tragen für sich genommen aber kein Gemütsbild. Ein solches wird hier daher nicht konstruiert. Die homöopathische Literatur behandelt die bolivianische Chinarinde als Nebenart und verweist für das ausgearbeitete Bild auf China officinalis, dessen Gemütszüge - Empfindlichkeit gegen Berührung und Geräusche, Neigung zu Plänen in der Nacht, Reizbarkeit nach Säfteverlusten - gut belegt sind.

Ängste: Keine Ängste im Repertorium verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Träume von Wasser, vom Fischen, von badenden Menschen und vom Antreiben eines Maultiers - die eigentümlichste Angabe des Mittels
Aphthen im Mund; Geschwüre in den Mundwinkeln
Zungenschmerz mit dem Gefühl, als habe man sich auf die Zunge gebissen
Schnupfen; kugeliger Auswurf
Rötung der Hände; Hühneraugen; Schiefhals
Lungenentzündung wird klinisch geführt; Flammensehen
Verschlechterung
  • Im vorliegenden Datenbestand keine Verschlechterungen ausdrücklich verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Im vorliegenden Datenbestand keine Besserungen verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Speiseverlangen im Repertorium verzeichnet
Abneigung
  • Keine Speiseabneigungen im Repertorium verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Aphthen und Geschwüre im Mund und in den MundwinkelnZungenbeschwerden mit BissgefühlSchnupfen mit kugeligem AuswurfSchiefhalsAuffällige Wasser- und FischträumeRötung der Hände

Abgrenzung

China officinalis ist das Hauptmittel der Gattung und für nahezu jede Fragestellung die erste Wahl beim Nachschlagen: Schwäche nach Säfteverlust, periodisch wiederkehrende Beschwerden, Blähung ohne Erleichterung durch Aufstoßen, Berührungsempfindlichkeit. China boliviana bleibt demgegenüber eine Nebenart mit wenigen eigenen Zügen. Chininum sulphuricum und Chininum arsenicosum sind die Alkaloidsalze und werden bei Wechselfieber und Erschöpfung mit eigenen, deutlicheren Bildern geführt. Bei Aphthen und Mundwinkelgeschwüren sind Mercurius solubilis und Borax zu vergleichen.

Verwandte Mittel

China officinalisChininum sulphuricumChininum arsenicosumMercurius solubilisBorax

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.