Cetraria islandica, das Isländische Moos, ist eine Flechte, die traditionell als schleimreiches Nähr- und Reizlinderungsmittel verwendet wurde und in der Homöopathie mit einem schmalen, aber deutlich umrissenen Bild geführt wird. Der Schwerpunkt liegt bei zehrenden, chronischen Zuständen: Abmagerung, Drüsenschwund und Schleimhautkatarrhe bei geschwächten Menschen. Es ist ein kleines Mittel, das vor allem aus der klinischen Anwendung heraus beschrieben wird und nicht über ein ausgearbeitetes Gemütsbild verfügt.
Konstitution
Gemütsbild
Kein eigenständiges Gemütsbild in der LiteraturSchwäche und Erschöpfung als allgemeiner HintergrundMittel wird über körperliche Zeichen bestimmt
Das Repertorium verzeichnet für Cetraria islandica keine Gemütsrubriken. Auch die klassische Materia medica bei Boericke und Clarke beschreibt das Mittel ausschließlich über den Ernährungszustand, die Schleimhäute und die Lunge. Was sich indirekt abzeichnen lässt, ist der Zustand chronischer Auszehrung mit Kraftlosigkeit, wie er zehrenden Erkrankungen eigen ist. Eine seelische Charakterisierung darüber hinaus wäre nicht belegt und wird hier bewusst nicht ergänzt. Die Bestimmung des Mittels erfolgt in der Praxis über die körperlichen Angaben.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Kalte, feuchte Witterung
- Zehrende, langdauernde Erkrankungen
- Unzureichende Ernährung
- Wärme und Ruhe
- In der Literatur sonst nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- Keine charakteristischen Verlangen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
- Appetitmangel bei Auszehrung wird allgemein erwähnt
In Repertorien häufig zugeordnet
Abmagerung und AuszehrungSkrofulöse Zustände mit DrüsenschwundChronische LungenkatarrheChronischer NasenkatarrhChronischer DurchfallHautgeschwüre
Abgrenzung
China officinalis wird bei ähnlicher Schwäche und Abmagerung geführt, dort jedoch nach Säfteverlusten und mit ausgeprägter Blähung und Überempfindlichkeit. Calcarea phosphorica und Silicea decken die skrofulöse Anlage mit Drüsenbeteiligung breiter ab und verfügen über ein ausgearbeitetes Konstitutionsbild, das Cetraria islandica fehlt. Stannum metallicum und Tuberculinum stehen den Lungenangaben nahe, sind aber durch eigene Modalitäten und ein deutliches Gemütsbild unterschieden.
Verwandte Mittel
China officinalisCalcarea phosphoricaSiliceaStannum metallicumSticta pulmonaria
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.