Cereus serpentinus, der Schlangenkaktus, gehört wie Cactus grandiflorus zu den nachtblühenden Kakteen und wird in der Materia medica vor allem als Herzmittel geführt. Kennzeichnend sind Herzschmerzen bei Anstrengung, plötzlich aufschießender Zorn und eine ausgeprägte Kälte- und Schwächeneigung im Bereich der männlichen Genitalien. Das Mittel ist klein geprüft; das Bild bleibt umrissen.
Konstitution
Gemütsbild
Plötzlicher, unvermittelt aufschießender ZornInnere Anspannung ohne breit ausgearbeitetes GemütsbildKälteempfinden als durchgehender Zug
Das Gemütsbild von Cereus serpentinus ist knapp. Das Repertorium führt im Wesentlichen eine Angabe: Zorn, der plötzlich kommt. Damit steht das Mittel in der Nähe der Kakteen insgesamt, deren Bilder von Beengung und plötzlichem Zusammenziehen geprägt sind, hier aber nicht in der Ausführlichkeit von Cactus grandiflorus vorliegen. Die klassische Literatur beschreibt Cereus serpentinus überwiegend über die Herz- und Genitalsymptome und behandelt es als kleines, wenig durchgeprüftes Mittel der Kaktus-Familie. Wer es erwägt, geht in der Regel vom körperlichen Bild aus - insbesondere von der Verbindung aus Herzbeschwerden bei Anstrengung und nächtlichem Einnässen. Weitergehende Gemütsangaben liegen nicht vor und werden hier nicht ergänzt.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste im Repertorium verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Körperliche Anstrengung (Herzbeschwerden)
- Nachts (Hodenschmerz, Einnässen)
- Beim Schreiben (Arm- und Handschmerz)
- Ruhe, entsprechend der Verschlechterung durch Anstrengung
- Weitere Besserungen sind im vorliegenden Datenbestand nicht verzeichnet
Verlangen und Abneigungen
- Keine Speiseverlangen im Repertorium verzeichnet
- Keine Speiseabneigungen im Repertorium verzeichnet
In Repertorien häufig zugeordnet
Herzbeschwerden mit Schmerz bei AnstrengungNächtliches Einnässen mit krampfhaftem CharakterKälte und Schwächezustände der HodenFehlende ErektionenReichliche Schleimbildung im HalsSchreibbedingte Arm- und Handschmerzen
Abgrenzung
Cactus grandiflorus, ebenfalls ein nachtblühender Kaktus, ist das weitaus besser geprüfte Herzmittel der Familie und tritt mit dem bekannten Gefühl eines eisernen Bandes um die Brust hervor; Cereus serpentinus bleibt demgegenüber deutlich unschärfer und wird eher über die Verbindung von Herz- und Genitalsymptomen erschlossen. Cereus bonplandii ist der nächste Verwandte innerhalb der Gattung. Bei Herzschmerz durch Anstrengung sind zusätzlich Digitalis purpurea und Arnica montana zu vergleichen.
Verwandte Mittel
Cactus grandiflorusCereus bonplandiiDigitalis purpureaArnica montanaKalium carbonicum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.