Ceanothus americanus, der nordamerikanische Säckelblumenstrauch, ist in der Materia medica als das Milzmittel schlechthin bekannt. Die Rubriken sind mit ungewöhnlich hohen Graden auf das linke Hypochondrium gerichtet: Entzündung, Schwellung und stechende Schmerzen in der Milzgegend, Vergrößerung der Milz und eine deutliche Verschlechterung beim Liegen auf der linken Seite. Klassisch wird das Mittel Zuständen nach Malaria und chronischem Wechselfieber zugeordnet.
Konstitution
Gemütsbild
Keine Gemütsrubriken überliefertDas Bild ist ganz auf die Milzgegend gerichtetMittelwahl erfolgt nach dem örtlichen Befund und der Vorgeschichte
Ceanothus americanus ist ein Mittel ohne ausgearbeitetes Gemütsbild. In den vorliegenden Rubriken findet sich kein einziger Eintrag aus dem Gemütskapitel, und auch die klassischen Autoren beschränken sich auf das Organbild. Was an Verstimmung geschildert wird, ergibt sich aus der langen Krankheitsgeschichte: Erschöpfung nach wiederholten Fieberanfällen, Frostigkeit und ein Gefühl von Schwere in der linken Seite, das jede Bewegung beschwerlich macht. Die Mittelwahl stützt sich in der Praxis auf den Milzbefund, die Frostigkeit der linken Seite und die Vorgeschichte von Wechselfieber.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken keine Ängste verzeichnet, In der klassischen Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Liegen auf der linken Seite, in den Rubriken eigens verzeichnet
- Bewegung und Erschütterung
- Nach durchgemachter Malaria beziehungsweise Wechselfieber
- Druck auf die linke Rippenbogengegend
- Ruhe
- In den vorliegenden Rubriken sind keine weiteren Besserungen verzeichnet
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken kein Verlangen verzeichnet
- In den vorliegenden Rubriken keine Abneigung verzeichnet
In Repertorien häufig zugeordnet
Beschwerden der Milz mit Vergrößerung und stechendem Schmerz, in Repertorien mit hohem Grad aufgeführtFolgezustände von Malaria und chronischem WechselfieberSchmerzen im linken Hypochondrium, beim Liegen auf der linken Seite schlimmerLebergegend und Gallenfarbstoff im Urin, gelbliche HautfarbeErkrankungen des weißen Blutbildes, klassisch als Leukozythämie aufgeführtBluthochdruck, in einer Rubrik mittleren Grades genannt
Abgrenzung
China officinalis steht dem Mittel durch den Bezug zu Wechselfieber und Milzschwellung am nächsten, zeigt aber die ausgeprägte Schwäche nach Säfteverlust, Berührungsempfindlichkeit und periodische Anfälle. Berberis vulgaris wird Schmerzen zugeordnet, die von der Nierengegend ausstrahlen und den Ort wechseln. Natrium muriaticum, in der Literatur als Antidot genannt, teilt die Milzbeteiligung bei chronischer Malaria, hat aber ein breites Gemüts- und Allgemeinbild. Ceanothus tritt vor allem dann ins Blickfeld, wenn der Milzschmerz links den ganzen Fall bestimmt.
Verwandte Mittel
China officinalisBerberis vulgarisNatrium muriaticumCarduus marianusChininum sulphuricum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.