Caulophyllum thalictroides, die nordamerikanische Frauenwurzel, verbindet zwei auf den ersten Blick weit entfernte Bereiche: krampfartige Beschwerden der Gebärmutter und rheumatische Schmerzen der kleinen Gelenke. Beschrieben wird meist eine Frau mit erschöpfter, kraftloser Gebärmutter, krampfhaften, sprunghaft wechselnden Schmerzen und dazu steifen, schmerzhaften Fingern und Handgelenken. Kennzeichnend ist der ruhelose, unregelmäßige Charakter aller Schmerzen.
Konstitution
Gemütsbild
Nervöse Erregtheit bei körperlicher KraftlosigkeitInneres Zittern und UnruheReizbarkeit im Zusammenhang mit dem ZyklusErschöpfung durch anhaltende krampfartige Schmerzen
Eigene Gemütsrubriken sind für Caulophyllum nur spärlich verzeichnet; das Bild stützt sich überwiegend auf die klassische Materia medica. Dort wird ein nervöser, übererregbarer Zustand beschrieben, der sich unmittelbar aus der körperlichen Not ergibt: Die krampfartigen Schmerzen kommen und gehen unvorhersehbar, springen von Ort zu Ort und lassen den Kranken nicht zur Ruhe kommen. Daraus entsteht eine gereizte Ungeduld, die mit rascher Erschöpfung wechselt. In den Rubriken ist ein Gefühl von innerlichem Zittern verzeichnet, das diesen Zustand gut kennzeichnet. Eine tiefere seelische Ausarbeitung, wie sie bei den großen Frauenmitteln vorliegt, fehlt.
Ängste: Sorge um den Verlauf einer Schwangerschaft bei wiederholten Fehlgeburten, Ausgeprägte Angstformen sind in der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Vor und während der Regelblutung
- In der Schwangerschaft und unter der Geburt
- Anfallsweise, in unregelmäßigen Schüben
- Nachts, in den Rubriken um ein Uhr verzeichnet
- Kälte
- Wärme
- Ruhe zwischen den Anfällen
- Wenn die Blutung in Gang kommt
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei krampfartigen Gebärmutterschmerzen vor der Regelblutung aufgeführtKlassisch zugeordnet zu unregelmäßigen, sprunghaften WehenBei Neigung zu Fehlgeburt verzeichnetBei rheumatischen Schmerzen der kleinen Gelenke, besonders der Finger, genanntBei wandernden Gelenkschmerzen aufgeführtIn der Literatur bei ausbleibender Empfängnis durch erschlaffte Gebärmutter beschrieben
Abgrenzung
Cimicifuga teilt die krampfartigen Gebärmutterschmerzen und die rheumatische Beteiligung, zeigt jedoch das ausgeprägte Gemütsbild mit Schwarzsehen und dem Gefühl, von einer dunklen Wolke umgeben zu sein, sowie den Schmerz im Nacken statt in den Fingern. Viburnum opulus steht bei krampfhaften Schmerzen mit Neigung zur Fehlgeburt, dort jedoch mit Ohnmacht beim Aufrichten. Pulsatilla teilt die wechselnden, wandernden Schmerzen, hat aber die weinerliche Weichheit, das Verlangen nach frischer Luft und den Durstmangel. Für Caulophyllum spricht die Verbindung von krampfhaften Gebärmutterbeschwerden mit steifen, schmerzhaften kleinen Gelenken.
Verwandte Mittel
Cimicifuga racemosaPulsatillaSepiaViburnum opulusGelsemiumSecale cornutum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.