Castor equi wird aus der verhornten Hautschwiele am Bein des Pferdes bereitet. Das Mittel hat in der Materia medica einen sehr engen, dafür klar gezeichneten Wirkungskreis: wunde, aufgesprungene und geschwürige Brustwarzen, so empfindlich, dass schon die Berührung der Kleidung kaum zu ertragen ist. Zweites bekanntes Thema ist der Steißbeinschmerz beim Sitzen, dazu ein umschriebenes Kältegefühl am Hinterkopf.
Konstitution
Gemütsbild
Berührungsempfindlichkeit bis zum Ausweichen vor jeder NäheErschöpfung durch anhaltende Schmerzen beim StillenGemütsbild in der Literatur nicht näher beschrieben
Castor equi ist ein wenig geprüftes Mittel; die Rubrik Gemüt ist im vorliegenden Repertorium nicht besetzt. Die Materia medica beschränkt sich auf die körperlichen Zeichen und schildert im Wesentlichen den Zustand einer Frau, deren Brustwarzen so wund und rissig sind, dass jede Berührung schmerzt und das Stillen zur Qual wird. Die daraus folgende Anspannung und Erschöpfung ist verständlich, wird aber nicht als eigenes Gemütsthema geführt. Für die Mittelwahl sind daher der Lokalbefund und die Begleitzeichen ausschlaggebend.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Berührung, auch durch Kleidung
- Sitzen - Steißbeinschmerz
- Abends
- Morgens beim Erwachen
- Freilegen und Entlasten der betroffenen Stelle
- Weitere Besserungsmodalitäten sind in der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- Vermehrter Hunger, auch nach dem Essen
- Abneigung gegen Speisen
In Repertorien häufig zugeordnet
Wunde und rissige Brustwarzen in der StillzeitGeschwürsbildung an den BrustwarzenSteißbeinschmerzenKältegefühl am HinterkopfBrüchige Nägel, wie in der älteren Literatur genannt
Abgrenzung
Graphites wird ebenfalls bei rissigen Brustwarzen genannt, zeigt dort jedoch die zähe, honigartige Absonderung und ein umfassenderes Hautbild. Phytolacca decandra steht bei wunden Brustwarzen mit ausstrahlendem Schmerz beim Anlegen im Vordergrund und betrifft die ganze Brustdrüse. Castor equi ist demgegenüber das engere Lokalmittel für den rein oberflächlichen, geschwürigen Befund der Warze. Beim Steißbeinschmerz ist Silicea die häufig genannte Nachbarschaft.
Verwandte Mittel
GraphitesPhytolacca decandraSiliceaSepiaHydrastis canadensis
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.