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Materia medica · Nr. 1005

Carya alba

Cary.

In 4 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Carya alba ist der Weiße Hickory, ein nordamerikanischer Walnussgewächs-Baum, dessen Rinde in der älteren amerikanischen Literatur verwendet wurde. In der Homöopathie ist es ein sehr kleines Mittel. Der Repertoriumsbestand nennt zwei zusammengehörige Zustände: fleckförmige Hautblutungen (Purpura haemorrhagica) und Skorbut, also die Blutungsneigung bei Vitamin-C-Mangel.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist nicht überliefert; beschrieben wird eher ein Zustand von Auszehrung und schlechter Ernährungslage.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Carya alba gehört zu den kleinen, klinisch verwendeten Mitteln der amerikanischen Materia medica, die ohne ausführliche Prüfung und ohne Gemütsbild überliefert sind.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertIn der Literatur rein körperbezogen geführtKeine ausführliche Arzneimittelprüfung vorhanden

Im Repertorium sind zu Carya alba keine Gemütsrubriken besetzt; die Angaben liegen bei der Haut und im klinischen Kapitel. Die überlieferten Zustände - Hautblutungen und Skorbut - gehören in den Zusammenhang schlechter Ernährung und geschwächter Gefäße, wie er in der älteren Literatur bei langen Seereisen und Mangelzeiten beschrieben wurde. Ein seelisches Bild wird dabei nicht gezeichnet und hier nicht ergänzt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Fleckförmige Hautblutungen (Purpura haemorrhagica) - eine der beiden kennzeichnenden Angaben des Mittels
Skorbut mit Blutungsneigung, im klinischen Kapitel des Repertoriums geführt
Hautbeschwerden allgemein als übergeordnete Zuordnung im Bestand
Die Literatur beschreibt in diesem Zusammenhang leicht blutendes Zahnfleisch und blaue Flecken ohne erkennbaren Anstoß
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Fleckförmige HautblutungenSkorbut und BlutungsneigungBlutungen aus dem Zahnfleisch

Abgrenzung

Bei fleckförmigen Hautblutungen sind Phosphorus, Arnica montana, Lachesis muta, Crotalus horridus und Hamamelis virginiana die weit besser belegten Mittel; Phosphorus zeichnet sich durch die leichte Blutungsneigung aus kleinen Wunden aus, Crotalus horridus durch dunkles, nicht gerinnendes Blut. Bei Skorbut werden klassisch Mercurius solubilis, Nitricum acidum und Kreosotum genannt. Carya alba bleibt demgegenüber ein Mittel mit sehr schmalem Bestand und ohne eigene Modalitäten. Ein Mangelzustand gehört ärztlich abgeklärt.

Verwandte Mittel

PhosphorusArnica montanaCrotalus horridusHamamelis virginianaMercurius solubilis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.