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Materia medica · Nr. 976

Carboneum

Carbn.

In 7 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Carboneum bezeichnet den reinen Kohlenstoff, das Grundelement, aus dem sich auch die weit bekannteren Kohlemittel Carbo vegetabilis und Carbo animalis ableiten. Als eigenes Arzneimittel ist es nur mit wenigen Angaben belegt: Halsschmerz, Krampf der Zunge und die klinische Zuordnung zum Wundstarrkrampf. Es ist ein Randmittel der Materia medica ohne systematische Prüfung.

Konstitution

KörperbauEin Konstitutionstyp ist für Carboneum nicht beschrieben. Was über den Kohlenstoff als Konstitutionsthema gesagt wird, stammt aus der Arbeit mit Carbo vegetabilis und Carbo animalis.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Die Kohlemittel insgesamt werden mit Schwäche, Erschöpfung und dem Bedürfnis nach frischer Luft in Verbindung gebracht, doch ist dies für das reine Element nicht eigens belegt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertErschöpfung als allgemeines Thema der KohlemittelMittel mit rein körperlicher Symptomatik

Für Carboneum verzeichnet das Repertorium keine Gemütsrubriken. Das Element steht in der Materia medica hinter seinen Zubereitungsformen zurück: Carbo vegetabilis mit seinem Bild von Zusammenbruch, Blähung und Lufthunger und Carbo animalis mit Drüsenverhärtungen und großer Schwäche sind die tragenden Mittel dieser Gruppe. Für das reine Carboneum ist nur ein schmaler Ausschnitt belegt, und dieser betrifft Hals, Zunge und Krampfneigung. Eine Übertragung der Gemütsbilder der Kohlen auf das Element wäre nicht gedeckt und unterbleibt hier.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Wunder, roher Halsschmerz
Krampf der Zunge mit erschwertem Sprechen und Schlucken
Krampfneigung der Kaumuskulatur; das Mittel ist klinisch dem Wundstarrkrampf zugeordnet
Steifigkeit im Kieferbereich mit erschwertem Öffnen des Mundes
Allgemeine Schwäche im Verlauf dieser Zustände
Verschlechterung
  • Schlucken und Sprechen bei Hals- und Zungenbeschwerden
  • Berührung und Erschütterung bei Krampfneigung
Verbesserung
  • Ruhe
  • Frische Luft, wie allgemein bei den Kohlemitteln beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Verlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Wunder HalsschmerzKrampf der ZungenmuskulaturKrampfzustände, klinisch dem Wundstarrkrampf zugeordnet

Abgrenzung

Carbo vegetabilis ist das bei Weitem gründlicher geprüfte Kohlemittel, gekennzeichnet durch eisige Kälte bei gleichzeitigem Verlangen nach Luftzufuhr, Blähung im Oberbauch und Zusammenbruch der Kräfte. Carbo animalis zeigt Drüsenverhärtungen, brennende Schmerzen und große Schwäche. Carboneum sulphuratum, der Schwefelkohlenstoff, ist das ausgearbeitete Mittel der Nervenschädigung. Bei Krampfzuständen mit Kiefersperre sind Nux vomica, Cicuta virosa, Hydrocyanicum acidum und die Nosode Tetanotoxinum die naheliegenden Vergleichsmittel. Carboneum selbst bleibt ein Randmittel, dessen Anwendung nur bei sehr eng passendem Bild in Betracht kommt.

Verwandte Mittel

Carbo vegetabilisCarbo animalisCarboneum sulphuratumNux vomicaCicuta virosa

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.