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Materia medica · Nr. 3647

Candida albicans

cand-a

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Candida albicans ist eine Nosode, die aus dem Hefepilz gleichen Namens bereitet wird - einem Keim, der die Schleimhäute vieler gesunder Menschen besiedelt und erst unter bestimmten Bedingungen überhandnimmt. Als homöopathisches Mittel gehört sie zu den jüngeren Nosoden und ist in der klassischen Materia medica der Gründerzeit nicht enthalten. In OpenHomeopath liegt bislang nur eine einzige Rubrik vor: Mangel an Selbstvertrauen. Das Bild ist damit sehr schmal, und alles Weitere ist der neueren Nosoden-Literatur entnommen und entsprechend vorsichtig zu lesen.

Konstitution

KörperbauZu Körperbau und Konstitution liegen keine belastbaren Angaben vor. Die Nosoden-Literatur beschreibt eher einen allgemeinen Erschöpfungszustand als einen bestimmten Körpertyp.
Thermalitätwechselnd
TemperamentDie einzige verzeichnete Rubrik betrifft mangelndes Selbstvertrauen. Beschrieben wird eine Verfassung von Kraftlosigkeit und innerer Unsicherheit, in der eigene Entscheidungen schwerfallen. Weitergehende Temperamentszüge sind nicht gesichert überliefert.

Gemütsbild

Mangel an SelbstvertrauenInnere Unsicherheit und EntscheidungsschwächeErschöpfung und geistige Benommenheit, wie sie die Nosoden-Literatur beschreibt

Das Gemütsbild dieser Nosode ist in den Repertorien kaum entwickelt. Die einzige Angabe - Mangel an Selbstvertrauen - deutet auf einen Zustand, in dem das Zutrauen zu den eigenen Kräften verlorengegangen ist. Die neuere Literatur zu Pilz-Nosoden beschreibt daneben eine schwer greifbare Benommenheit, Konzentrationsschwäche und das Gefühl, nicht klar denken zu können, häufig verbunden mit anhaltender Müdigkeit. Ein durchgezeichnetes Arzneimittelbild im Sinne der klassischen Prüfungen liegt nicht vor. Wer das Mittel erwägt, geht daher in der Regel von der Krankengeschichte und dem Gesamtbild aus, nicht von charakteristischen Gemütssymptomen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Mangel an Selbstvertrauen - die einzige im Repertorium verzeichnete Angabe des Mittels
Schleimhautbeschwerden mit weißlichen Belägen, wie sie die Nosoden-Literatur dem Ausgangsstoff zuordnet
Anhaltende Müdigkeit und Benommenheit, in der neueren Literatur häufig genannt
Weitere körperliche Leitsymptome sind aus Arzneiprüfungen nicht gesichert überliefert
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten aus Arzneiprüfungen überliefert
  • Die Literatur nennt allgemein feuchtes Wetter und zuckerreiche Kost, ohne Prüfungsbeleg
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Süßigkeiten und Hefegebäck werden in der neueren Literatur genannt, sind aber nicht durch Rubriken belegt
  • Weitere Verlangen nicht überliefert
Abneigung
  • Keine Speiseabneigung im Repertorium verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Mangel an Selbstvertrauen - einzige RepertoriumsrubrikZustände nach wiederholten Pilzbelastungen, wie sie die Nosoden-Literatur beschreibtErschöpfungs- und Benommenheitszustände, klassisch der Nosodengruppe zugeordnet

Abgrenzung

Als Nosode steht Candida albicans neben anderen Pilz- und Darmnosoden wie Monilia albicans und den Bowel-Nosoden nach Paterson. Von Sepia, die ebenfalls bei Schleimhautbeschwerden im Unterleib und bei Erschöpfung geführt wird, unterscheidet sie die fehlende eigene Symptomenzeichnung: Sepia hat ein breit geprüftes Gemüts- und Allgemeinbild, Candida albicans nicht. Da nur eine einzige Rubrik vorliegt, ist eine Abgrenzung anhand des Repertoriums kaum möglich.

Verwandte Mittel

Monilia albicansSepiaBoraxHelonias dioicaThuja occidentalis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.