HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 930

Calcarea picrica

Calc-pic.

In 10 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Calcarea picrica, das pikrinsaure Calcium, ist ein kleines Mineralsalz mit einer bemerkenswert eng umschriebenen Zuordnung: die gesamte Datenbasis kreist um einen einzigen Ort - Furunkel im äußeren Gehörgang. Boericke beschreibt das Mittel ausdrücklich bei wiederkehrenden Eiterbeulen im Gehörgang und bei der Entzündung um die Haarbälge dieser Haut. Ein Konstitutions- oder Gemütsbild besitzt es nicht; es ist ein Beispiel für ein Mittel mit einer einzigen, dafür sehr klaren Angabe.

Konstitution

KörperbauEin Konstitutionsbild ist nicht überliefert. Das Mittel wird über einen einzigen, örtlich bestimmten Befund beschrieben und nicht über einen Menschentyp.
Thermalitätwechselnd
TemperamentBelastbare Angaben zum Temperament liegen nicht vor. Die Datenbank verzeichnet ausschließlich Rubriken zum Ohr; der Zugang zu diesem Mittel führt allein über den örtlichen Befund.

Gemütsbild

Kein Gemütsbild überliefertKeine Gemütsrubriken in der Datenbank verzeichnetIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Calcarea picrica verzeichnen die Repertorien keine einzige Gemütsangabe. Das Mittel gehört zu jener Gruppe kleiner Salze, die über eine einzelne klinische Beobachtung in die Materia medica gelangt und dort bei dieser einen Angabe geblieben sind. Ein seelisches Thema, Ängste oder Wesenszüge sind nicht überliefert und werden hier nicht ergänzt. Wer das Mittel erwägt, tut das wegen der örtlichen Übereinstimmung - der Eiterbeule im Gehörgang -, nicht wegen eines Gesamtbildes.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Furunkel im äußeren Gehörgang - die höchstbewertete und tragende Angabe des Mittels, in der Literatur bei wiederkehrenden Beulen beschrieben
Ausschläge im Gehörgang allgemein
Ohrentzündung, ausdrücklich als Entzündung um die Haarbälge (perifollikulär) verzeichnet
Weitere Organbezüge sind in der Datenbank nicht verzeichnet
Verschlechterung
  • Berührung und Druck auf den entzündeten Gehörgang
  • Zu weiteren Modalitäten liegen in der Datenbank keine Angaben vor
Verbesserung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Zu den Modalitäten liegen in der Datenbank keine Angaben vor

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Speiseverlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine Speiseabneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Furunkel im äußeren GehörgangWiederkehrende Eiterbeulen am OhrEntzündung der Haarbälge im Gehörgang

Abgrenzung

Bei Eiterbeulen im Gehörgang stehen die großen Eitermittel daneben: Hepar sulphuris calcareum bei außerordentlicher Berührungsempfindlichkeit und dem Wunsch nach Wärme, Silicea bei langsamer, unvollständiger Ausheilung und Neigung zur Wiederkehr, Picricum acidum als die andere Verbindung derselben Säure mit ihrem Bezug zur Erschöpfung. Calcarea picrica unterscheidet sich von diesen dadurch, dass es kein Gesamtbild mitbringt, sondern allein über den örtlichen Befund erwogen wird. Wiederkehrende Ohrbeschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden.

Verwandte Mittel

Hepar sulphuris calcareumSiliceaPicricum acidumCalcarea carbonicaSulphur

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.