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Materia medica · Nr. 923

Calcarea muriatica

Calc-m.

In 13 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Calcarea muriatica, das Calciumchlorid, ist eines der weniger gebräuchlichen Kalksalze der homöopathischen Materia medica. Es verbindet den Kalkbezug zu Drüsen, Knochen und skrofulöser Anlage mit dem Chloridbezug zu Haut und Absonderungen. Die höchstbewertete Angabe im Repertorium ist die halbseitige Lähmung; daneben stehen Drüsenschwellungen, Furunkel und Erbrechen.

Konstitution

KörperbauBeschrieben werden Menschen mit skrofulöser Anlage: geschwollene Drüsen, schlaffe Gewebe, Neigung zu Eiterungen der Haut. Ein durchgezeichneter Konstitutionstyp wie bei Calcarea carbonica ist für dieses Salz nicht ausgearbeitet.
Thermalitätfrostig
TemperamentFür Calcarea muriatica ist kein eigenständiges Temperament überliefert. Es wird in der Literatur als kleines Kalksalz geführt und über die körperlichen Zeichen bestimmt. Wo Autoren ein Gemütsbild andeuten, greifen sie auf die allgemeinen Kalkthemen zurück, ohne dass dies durch eine eigene Prüfung gestützt wäre.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild in der LiteraturKeine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetMittel wird über Drüsen-, Haut- und Lähmungsangaben bestimmt

Das Repertorium verzeichnet für Calcarea muriatica keine Gemütsrubriken. Die Materia medica behandelt das Salz knapp und ausschließlich körperlich. In der Praxis wird es daher über die Übereinstimmung der körperlichen Zeichen bestimmt, insbesondere über die Kombination von einseitiger Lähmung, Drüsenschwellung und eitrigen Hautausschlägen. Die allgemeinen Kalkthemen, wie sie von Calcarea carbonica bekannt sind, lassen sich nicht ohne Weiteres übertragen, da die Prüfungsgrundlage dafür fehlt. Eine ausgeschmückte seelische Beschreibung wird hier bewusst unterlassen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Halbseitige Lähmung - die am höchsten bewertete Angabe des Mittels im Repertorium
Lähmungsempfindungen und Kraftlosigkeit einzelner Körperteile
Drüsenschwellungen, skrofulöse Anlage
Furunkel und Eiterbeulen der Haut
Impetigo, nässende und verkrustende Hautausschläge
Erbrechen und Magenreizung
Verschlechterung
  • Kalte, feuchte Witterung
  • Anstrengung bei bestehender Schwäche
Verbesserung
  • Wärme und Ruhe
  • In der Literatur sonst nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Verlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Halbseitige LähmungserscheinungenDrüsenschwellungen bei skrofulöser AnlageFurunkuloseNässende HautausschlägeErbrechen

Abgrenzung

Calcarea carbonica ist das große, umfassend geprüfte Kalkmittel mit ausgearbeitetem Konstitutions- und Gemütsbild; Calcarea muriatica bleibt demgegenüber ein Mittel schmaler Datenlage. Natrium muriaticum teilt den Chloridanteil und ist bei Hautausschlägen und Schwäche breit belegt, jedoch durch das kennzeichnende Gemütsbild und die Verschlechterung durch Trost unterschieden. Bei Furunkulose sind Silicea und Hepar sulfuris die besser belegten Mittel. Für die Lähmungsangaben stehen Causticum und Plumbum metallicum mit deutlicherer Gesamtsymptomatik zur Verfügung.

Verwandte Mittel

Calcarea carbonicaNatrium muriaticumSiliceaHepar sulfuris calcareumCausticum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.