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Materia medica · Nr. 920

Calcarea lactica

Calc-lac.

Auch: Calc-l.

In 8 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Calcarea lactica, der milchsaure Kalk, ist eines der leichter aufnehmbaren Kalksalze und steht in der homöopathischen Literatur am Rand der großen Calcarea-Reihe. Die Repertorien führen es bei Frostbeulen, bei Migräne und bei Schnupfen mit Entzündung der Nasenschleimhaut auf. Das Bild ist schmal; die Substanz wurde nie einer breiten Prüfung unterzogen und wird meist über die allgemeine Kalkbeziehung und die wenigen überlieferten Zeichen erwogen.

Konstitution

KörperbauDie Kalkmittel werden allgemein dem blassen, weichen, leicht ermüdenden Typ mit Neigung zu kalten Händen und Füßen zugeordnet. Für Calcarea lactica selbst ist kein eigenes konstitutionelles Bild überliefert.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Temperament liegen keine eigenen Rubriken vor. Calcarea carbonica trägt das ausgearbeitete Bild der Kalkreihe mit Bedächtigkeit, Sicherheitsbedürfnis und Furcht vor Überforderung; ob diese Züge auf das Milchsäuresalz übergehen, ist nicht geprüft. Die Wahl stützt sich hier auf körperliche Zeichen.

Gemütsbild

Keine eigenen Gemütsrubriken in der Datenbasis verzeichnetKein geprüftes seelisches Bild für dieses Kalksalz überliefertZüge der Calcarea-Reihe sind nicht ohne Weiteres übertragbar

In OpenHomeopath ist Calcarea lactica ausschließlich mit Rubriken zu Allgemeinsymptomen, Kopf und Nase vertreten; Gemütsrubriken fehlen. Auch Boericke und Clarke behandeln das Salz kurz und beschränken sich auf die körperliche Seite, insbesondere auf die Beziehung zur Blutbeschaffenheit und zu den Schleimhäuten. Das seelische Bild, das die Homöopathie mit dem Namen Calcarea verbindet, gehört zu Calcarea carbonica und ist auf dieses Salz nicht übertragen worden. Eine ausgeführte Gemütszeichnung wäre hier nicht durch Quellen gedeckt.

Ängste: In der Literatur zu diesem Mittel nicht näher beschrieben, Keine Angstrubriken in der Datenbasis vorhanden

Leitsymptome

Frostbeulen, in den Allgemeinrubriken als eigener Eintrag geführt
Migräne, in den Kopfrubriken über die Schmerzkette bis zur Migräne aufgegliedert
Schnupfen mit Entzündung der Nasenschleimhaut, in den Nasenrubriken doppelt verzeichnet
Neigung zu kalten Händen und Füßen mit schlechter Durchblutung der Körperenden
Blasse Haut und leichte Ermüdbarkeit, wie für die Kalksalze allgemein beschrieben
Verschlechterung
  • Kälte und Nässe, besonders für die Frostbeulen
  • Wechsel von Kälte zu Wärme, bei dem die Frostbeulen zu jucken beginnen
  • Kalte, feuchte Witterung für die Nasenbeschwerden
Verbesserung
  • Gleichmäßige, trockene Wärme
  • In den vorliegenden Rubriken sind keine weiteren Besserungsmodalitäten verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Datenbasis für dieses Salz nicht verzeichnet
  • Das für Calcarea carbonica beschriebene Verlangen nach Eiern und Unverdaulichem ist auf dieses Salz nicht übertragen
Abneigung
  • In der Datenbasis für dieses Salz nicht verzeichnet
  • Speiseabneigungen sind für Calcarea lactica nicht überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Frostbeulen, in Repertorien mit eigener Rubrik aufgeführtMigräneartige KopfschmerzenSchnupfen mit entzündeter NasenschleimhautBeschwerden bei Neigung zu kalten KörperendenBlässe und leichte Erschöpfbarkeit im Rahmen der Kalkbeziehung

Abgrenzung

Calcarea carbonica ist der breit geprüfte Vertreter der Reihe mit dem vollständigen Konstitutions- und Gemütsbild; Calcarea phosphorica wird dem mageren, rasch wachsenden Typ mit Knochen- und Schulkopfschmerzen zugeordnet. Für Frostbeulen sind Agaricus muscarius und Petroleum die klassisch genannten Mittel, für den entzündlichen Schnupfen etwa Allium cepa oder Kalium bichromicum. Calcarea lactica bleibt ein schmal belegtes Salz, das über die Verbindung von Frostbeulen, Migräne und Nasenkatarrh ins Blickfeld tritt.

Verwandte Mittel

Calcarea carbonicaCalcarea phosphoricaAgaricus muscariusPetroleumFerrum metallicum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.