Calcarea fluorata, der Flussspat, ist eines der zwölf Schüßler-Salze und zugleich ein bewährtes homöopathisches Mittel für das Bindegewebe. Kennzeichnend ist der Wechsel von übermäßiger Härte und übermäßiger Schlaffheit: Es bilden sich steinharte Knoten, Drüsen und Verhärtungen, während Bänder, Sehnen und Gefäßwände überdehnbar bleiben. Auf der seelischen Seite steht ein Mangel an Selbstvertrauen mit ängstlicher Sorge um die eigene Sicherheit.
Konstitution
Gemütsbild
Mangel an Selbstvertrauen, in den Rubriken im höchsten Grad verzeichnetSorge um materielle Sicherheit, bis zum GeizUnentschlossenheit und UnschlüssigkeitFurcht vor schwerer Erkrankung, namentlich vor KrebsGrundlose Ängstlichkeit bei kleinen Anlässen
Im Mittelpunkt steht der im höchsten Grad verzeichnete Mangel an Selbstvertrauen: Der Kranke traut sich nichts zu, zweifelt an seinen Fähigkeiten und braucht Bestätigung von außen. Damit hängt die Unentschlossenheit zusammen — Entscheidungen werden hinausgeschoben, weil jede Festlegung Unsicherheit bedeutet. Die Rubriken verzeichnen ferner Geiz, den die Materia medica als Ausdruck einer tiefen Sorge um die materielle Grundlage deutet: Es könnte nicht reichen, deshalb wird festgehalten. Passend dazu steht die Furcht vor Krebs, also die ängstliche Beobachtung von Knoten und Veränderungen am eigenen Körper. Es entsteht das Bild eines Menschen, der äußerlich fest wirkt und innerlich unsicher bleibt — ein Gegenstück zu dem körperlichen Nebeneinander von harten Knoten und schlaffem Gewebe.
Ängste: Furcht vor Krebs und vor schwerer Erkrankung, Angst vor materieller Not und vor dem Verlust der Sicherheit, Unsicherheit im eigenen Können, Angst vor dem Versagen
Leitsymptome
- Kälte, im höchsten Grad verzeichnet
- Ruhe und längeres Verharren in einer Stellung
- Feuchtes Wetter
- Zugluft
- Wärme in jeder Form
- Leichte, fortgesetzte Bewegung — besonders für den Rücken
- Reiben und Massieren
- Während der Menstruation
Verlangen und Abneigungen
- In der Materia medica wird Verlangen nach Salzigem und nach kalten Getränken genannt
- In den vorliegenden Rubriken nicht näher ausgewiesen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien im höchsten Grad bei Verhärtungen von Drüsen und Geweben aufgeführtIn Repertorien im höchsten Grad bei Gichtknoten an den Fingergelenken verzeichnetKlassisch zugeordnet zu Bindegewebsschwäche mit überdehnbaren Bändern und RückgratverkrümmungIn Repertorien im höchsten Grad bei Gebärmuttermyomen genanntBei Trübung der Augenlinse in der Materia medica aufgeführtBei mangelndem Selbstvertrauen mit Sorge um die materielle Sicherheit verzeichnet
Abgrenzung
Calcarea carbonica teilt die Ängstlichkeit und die Kälteempfindlichkeit, zeigt dort aber den weichen, schwammigen Körperbau, den Kopfschweiß und die Angst vor dem Verlust des Verstandes — Calcarea fluorata bringt die harten Knoten und die Bänderlockerung mit. Silicea steht ebenfalls bei mangelndem Selbstvertrauen und Drüsenverhärtungen, dort mit ausgeprägter Neigung zu Eiterung und Frostigkeit. Conium maculatum zeigt steinharte Drüsenknoten, aber mit Schwindel beim Umdrehen und Betäubung. Graphites bringt Verhärtungen und Narbengewebe mit, verbunden mit nässenden Hautausschlägen. Für Calcarea fluorata spricht der Gegensatz von übermäßiger Härte und übermäßiger Schlaffheit im selben Menschen.
Verwandte Mittel
Calcarea carbonicaSiliceaConium maculatumGraphitesRhus toxicodendronCalcarea phosphorica
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.