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Materia medica · Nr. 909

Calcarea chlorinata

Calc-chln.

In 4 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Calcarea chlorinata, der Chlorkalk, entsteht durch Einwirkung von Chlor auf gelöschten Kalk und wurde historisch als Desinfektionsmittel verwendet. In der Homöopathie ist es ein sehr kleines Mittel; der gesamte Repertoriumsbestand liegt bei der Haut und führt eitrige, tief sitzende Entzündungen: Furunkel und Karbunkel.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist nicht überliefert.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Calcarea chlorinata gehört zu den kleinen, klinisch verwendeten Kalkverbindungen ohne ausführliche Arzneimittelprüfung; die reichen Gemütsbilder der Kalk-Reihe, wie sie Calcarea carbonica besitzt, lassen sich nicht auf diese Verbindung übertragen.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertIn der Literatur rein hautbezogen geführtKeine ausführliche Arzneimittelprüfung vorhanden

Zu Calcarea chlorinata sind im Repertorium keine Gemütsrubriken besetzt; alle Angaben betreffen die Haut. Die Kalk-Reihe der Materia medica ist in einzelnen Vertretern breit ausgearbeitet, in vielen Salzvarianten aber nur mit wenigen klinischen Zuordnungen vertreten. Diese Verbindung gehört zur zweiten Gruppe. Ein Gemütsbild ist nicht belegt und wird hier bewusst nicht ergänzt; die Mittelwahl stützt sich auf den örtlichen Hautbefund.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Furunkel und Eiterbeulen - eine der beiden kennzeichnenden Angaben des Mittels
Karbunkel, also mehrere zusammenfließende, tief sitzende Eiterherde
Hautausschläge als übergeordnete Zuordnung im Bestand
Hautbeschwerden allgemein, ohne weitere Typisierung im Repertorium
Die ältere Literatur nennt die Substanz im Zusammenhang mit fauligen, übelriechenden Absonderungen
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Furunkel und EiterbeulenKarbunkelEitrige Hautentzündungen

Abgrenzung

Bei Furunkeln und Karbunkeln sind Hepar sulfuris calcareum mit ausgeprägter Berührungsempfindlichkeit und Splittergefühl, Silicea mit langsamer Ausheilung und Neigung zur Verhärtung, Anthracinum bei brandigen, tief zerstörenden Formen sowie Tarantula cubensis bei starkem, brennendem Schmerz die weit besser belegten Mittel. Bei wiederkehrenden Furunkeln wird zusätzlich Arnica montana genannt. Calcarea chlorinata bleibt demgegenüber ein Mittel mit sehr schmalem Bestand ohne kennzeichnende Modalitäten.

Verwandte Mittel

Hepar sulfuris calcareumSiliceaAnthracinumTarantula cubensisCalcarea sulphurica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.