Caladium seguinum, ein tropisches Aronstabgewächs, wird in der Materia medica vor allem im Bereich der Sexualität und der Haut beschrieben. Kennzeichnend sind ein Auseinanderfallen von sexuellem Verlangen und körperlicher Reaktion, ein hartnäckiges, brennendes Jucken der Genitalien sowie eine große Mattigkeit mit ständiger Neigung, sich hinzulegen. Insektenstiche und Hautbrennen gehören ebenfalls zum überlieferten Bild.
Konstitution
Gemütsbild
Milde, nachgiebige GrundhaltungSinnliches Verlangen bei gleichzeitiger körperlicher ErschlaffungTrägheit und Abneigung gegen Bewegung
Die Repertorien nennen Milde und Wollust nebeneinander; dazu treten Geschäftigkeit und Eile beim Essen im niedrigsten Grad. Beschrieben wird ein Mensch, dessen Verlangen wach ist, während der Körper nicht folgt, und der zugleich unter großer Mattigkeit leidet: Die Neigung, sich hinzulegen, ist im höchsten Grad verzeichnet, ebenso die Abneigung gegen Bewegung. Die klassische Literatur erwähnt außerdem eine Beziehung zu den Folgen von Tabakgenuss. Über diese Züge hinaus ist das seelische Bild nicht ausgearbeitet.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Bewegung
- Liegen auf der schmerzhaften Seite
- Nach dem Beischlaf
- Vor dem Schlaf
- Reiben und Kratzen
- Nach dem Schlaf und beim Erwachen
- Sitzen und Stehen
- Liegen auf der schmerzlosen Seite
- Während des Schwitzens lassen die Beschwerden nach
Verlangen und Abneigungen
- Verlangen nach warmen Getränken
- Eile beim Essen wird in den Rubriken erwähnt
- Abneigung gegen Wasser
- Abneigung gegen Milch und gegen Getränke allgemein
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Erschlaffen der Erektion und unvollständigen Erektionen aufgeführtKlassisch zugeordnet zu hartnäckigem Jucken der GenitalienBei juckenden, brennenden Hautausschlägen und Ekzemen genanntBei Reizzuständen der Blase und Harnröhre verzeichnetIn der Literatur bei Beschwerden nach Tabakgenuss beschriebenBei Juckreiz nach Insektenstichen überliefert
Abgrenzung
Von Lycopodium, das ebenfalls bei nachlassender Erektionsfähigkeit genannt wird, unterscheidet Caladium das Fehlen der Blähungsbeschwerden und der abendlichen Verschlimmerung zwischen 16 und 20 Uhr. Selenium teilt die Erschöpfung nach dem Beischlaf, betont aber die geistige Ermüdung stärker. Agnus castus zeigt Erschlaffung mit Gleichgültigkeit und Kälte der Genitalien, während bei Caladium das Verlangen erhalten bleibt. Für das Hautjucken ist die Verschlimmerung durch Kratzen ein Unterscheidungsmerkmal gegenüber Sulphur, wo Kratzen zunächst wohltut.
Verwandte Mittel
LycopodiumSeleniumAgnus castusCapsicumStaphisagria
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.