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Materia medica · Nr. 890

Cainca

Cain.

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Cainca ist die Wurzel von Chiococca racemosa, einem Rötegewächs aus Brasilien und der Karibik, das dort unter dem Namen Cainca-Wurzel als volksmedizinisches Mittel gebräuchlich war. In die homöopathische Materia medica gelangte es über die südamerikanischen und französischen Quellen des 19. Jahrhunderts, wo es bei Wassersucht sowie bei Harnwegs- und rheumatischen Beschwerden genannt wird. Der Repertoriumsbestand ist hier mit einer einzigen Angabe sehr schmal: grünlicher Auswurf.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist nicht überliefert; für eine Konstitutionszuordnung reicht der Bestand nicht aus.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Cainca gehört zu den kleinen, klinisch verwendeten Mitteln der älteren Literatur, die ohne ausführliche Arzneimittelprüfung und ohne ausgearbeitetes Gemütsbild überliefert sind.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertIn der Literatur rein körperbezogen geführtKeine ausführliche Arzneimittelprüfung vorhanden

Im Repertorium ist zu Cainca keine Gemütsrubrik besetzt; die einzige Angabe liegt im Kapitel Auswurf. Die ältere Literatur beschreibt das Mittel über körperliche Zustände - Wasseransammlungen im Gewebe, Beschwerden der Harnwege, ziehende Gliederschmerzen - ohne ein seelisches Bild zu zeichnen. Hier wird deshalb nichts ergänzt, was die Quellen nicht hergeben.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Grünlicher Auswurf - die einzige Angabe, unter der das Mittel in dieser Datenbasis geführt wird
Wasseransammlungen im Gewebe, in der älteren Literatur als Hauptanwendungsbereich der Cainca-Wurzel genannt
Beschwerden der Harnwege mit vermehrtem oder erschwertem Wasserlassen, ebenfalls aus den alten Quellen überliefert
Ziehende Gliederschmerzen rheumatischer Art, in denselben Quellen erwähnt
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Grünlicher Auswurf als einzige Zuordnung im RepertoriumWasseransammlungen im Gewebe nach der älteren LiteraturBeschwerden der HarnwegeZiehende Gliederschmerzen

Abgrenzung

Bei grünlichem Auswurf sind Pulsatilla pratensis, Kali bichromicum, Stannum metallicum und Natrium sulphuricum die weit besser belegten Mittel; Pulsatilla pratensis zeigt den milden gelbgrünen Schleim ohne Durst, Kali bichromicum den zähen, fadenziehenden Auswurf. Bei Wasseransammlungen nennt die klassische Literatur Apis mellifica, Apocynum cannabinum und Digitalis purpurea. Cainca bleibt demgegenüber ein Mittel mit einer einzigen verzeichneten Angabe und ohne eigene Modalitäten. Wasseransammlungen im Gewebe haben ernste Ursachen und gehören ärztlich abgeklärt.

Verwandte Mittel

Pulsatilla pratensisKali bichromicumApis mellificaApocynum cannabinumChina officinalis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.