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Materia medica · Nr. 861

Butyricum acidum

But-ac.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Butyricum acidum, die Buttersäure, ist eine kurzkettige Fettsäure, die beim Ranzigwerden von Butter entsteht und dieser den kennzeichnenden Geruch gibt; im Darm entsteht sie beim bakteriellen Abbau von Ballaststoffen. In der homöopathischen Materia medica ist sie ein sehr kleines Mittel ohne ausgearbeitete Prüfung. In den Repertorien erscheint sie mit einer einzigen Gemütsangabe: dem Mangel an Ehrgeiz.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Für die Säuren insgesamt beschreibt die Materia medica eher Menschen mit rasch erschöpfter Kraft und schlechter Erholung; für Butyricum acidum ist dies nicht gesondert bestätigt.
Thermalitätfrostig
TemperamentDer einzige inhaltliche Eintrag weist auf einen Mangel an Ehrgeiz, also auf fehlenden Antrieb, sich Ziele zu setzen. Bei den Säuren der Materia medica steht ein solcher Zug meist im Zusammenhang mit Erschöpfung; für dieses Mittel ist der Zusammenhang jedoch nicht ausdrücklich belegt.

Gemütsbild

Mangel an Ehrgeiz als einzige verzeichnete AngabeFehlender Antrieb, sich Ziele zu setzenBei den Säuren allgemein: Antriebslosigkeit auf dem Boden von ErschöpfungDarüber hinaus kein Gemütsbild überliefert

Der gesamte Bestand an Rubriken zu Butyricum acidum besteht aus dem Kapiteleintrag Gemüt und der Untergruppe Mangel an Ehrgeiz. Damit ist das Mittel im Repertorium ausschließlich über diesen einen Zug bestimmt. Innerhalb der Säurengruppe wäre der naheliegende Zusammenhang die Erschöpfung: Phosphoricum acidum, Picricum acidum und Muriaticum acidum beschreiben allesamt eine Kraftlosigkeit, in der auch das Wollen versiegt. Ob Butyricum acidum diesem Muster folgt, sagen die Quellen nicht, denn eine Prüfung am Gesunden ist nicht überliefert. Die Angabe ist daher als einzelner Anhaltspunkt zu lesen und trägt für sich genommen keine Arzneiwahl.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Körperliche Symptome sind zu Butyricum acidum nicht überliefert; beide vorliegenden Rubriken gehören dem Gemütskapitel an
Eine Arzneimittelprüfung, aus der Organsymptome abzuleiten wären, liegt nicht vor
Die Substanz ist als Abbauprodukt im Darm und als Geruchsträger ranziger Butter bekannt; ein daraus abgeleitetes Arzneibild ist in der Literatur nicht ausgearbeitet
Angaben zu Absonderungen, Schweißgeruch oder Verdauung wären an dieser Stelle nicht belegt
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien beim Mangel an Ehrgeiz aufgeführtAllgemein dem Gemütskapitel zugeordnetDarüber hinaus keine gesicherten Anwendungsgebiete überliefertEin körperliches Anwendungsfeld ist nicht beschrieben

Abgrenzung

Innerhalb der Säuren ist Phosphoricum acidum das am besten beschriebene Mittel für den Verlust von Antrieb und Anteilnahme nach Kummer oder Säfteverlust, mit Gleichgültigkeit gegenüber allem, was sonst wichtig war. Picricum acidum zeigt die geistige Erschöpfung, bei der schon der Gedanke an Arbeit ermüdet, Muriaticum acidum die tiefe Hinfälligkeit mit Sinken im Bett. Außerhalb der Säurengruppe stehen Baryta carbonica mit Schüchternheit und Entwicklungsrückstand sowie Calcarea carbonica mit Erschöpfung nach Überforderung. Butyricum acidum trägt keines dieser Merkmale und ist im Repertorium allein durch die eine Angabe vertreten.

Verwandte Mittel

Phosphoricum acidumPicricum acidumMuriaticum acidumBaryta carbonicaCalcarea carbonica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.