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Materia medica · Nr. 848

Brucea antidysenterica

Bruc.

In 35 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Brucea antidysenterica, ein Bittergewächs aus der Familie der Bittereschen, wurde in Ostafrika volkstümlich bei Ruhrerkrankungen verwendet; darauf verweist bereits der Artname. Als homöopathisches Mittel ist es nur schwach geprüft. Die überlieferten Rubriken zeichnen ein schmales Bild mit Kopfschmerz nach Sonneneinwirkung, stechenden Schmerzen unter der rechten Brust und Bläschenausschlag an den Händen.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Die knappe Prüfung beschreibt keinen typischen Körperbau.
Thermalitätwechselnd
TemperamentÜber das Temperament ist nichts Belastbares überliefert. Auffällig ist lediglich eine ausgeprägte Schläfrigkeit, die den Kopfschmerz begleitet — der Betroffene wird während der Beschwerden müde und schwerfällig. Ein Gemütsbild wurde bei diesem Mittel nie ausgearbeitet.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild in den Repertorien verzeichnetSchläfrigkeit und Benommenheit während des KopfschmerzesSchwerfälligkeit nach Sonneneinwirkung

Zum Gemüt liegen bei Brucea antidysenterica keine Rubriken vor. Die überlieferten Angaben stammen aus einer kleinen Prüfung und betreffen Kopf, Brust, Hände, Mund und Sehen. Der einzige Zug, der in seelische Nähe rückt, ist die Schläfrigkeit während des Kopfschmerzes: eine dumpfe Müdigkeit, die den Betroffenen zum Hinlegen drängt. Weitergehende Charakterzüge sind in der klassischen Materia medica nicht näher beschrieben. Das Mittel sollte nur bei deutlicher Übereinstimmung der wenigen körperlichen Kennzeichen erwogen werden.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken keine Ängste verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Kopfschmerz nach Aufenthalt in der Sonne, in den Rubriken eigens verzeichnet
Schläfrigkeit während des Kopfschmerzes
Stechender Schmerz unter der rechten Brust
Bläschenausschlag am Arm und zwischen Daumen und Zeigefinger
Pappiger, fader Geschmack im Mund
Nebliges, verschleiertes Sehen
Pulsieren im Bauch
Verschlechterung
  • Sonneneinstrahlung und Hitze, mit Kopfschmerz
  • Rechte Seite, besonders unter der Brust
Verbesserung
  • Schlaf und Liegen im Dunkeln
  • Kühle, schattige Umgebung

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine Verlangen verzeichnet
Abneigung
  • Widerwillen gegen Speisen bei pappigem, fadem Geschmack im Mund

In Repertorien häufig zugeordnet

Kopfschmerz nach Sonneneinwirkung, begleitet von SchläfrigkeitStechende Schmerzen unter der rechten BrustBläschenausschlag an Händen und ArmenPappiger Geschmack mit verschleiertem SehenIn der volkstümlichen Anwendung Ruhrerkrankungen zugeordnet

Abgrenzung

Glonoinum und Belladonna sind bei Kopfschmerz nach Sonneneinwirkung ungleich besser geprüft: Glonoinum mit pochendem, wellenartigem Andrang, Belladonna mit hochrotem Gesicht und Lichtempfindlichkeit. Natrium carbonicum wird der Sonnenempfindlichkeit mit Schwäche und Kopfschmerz nach geringster Anstrengung zugeordnet. Brucea bleibt ein sehr kleines Mittel mit schmaler Prüfungsgrundlage; die stechenden Schmerzen unter der rechten Brust und der Bläschenausschlag zwischen Daumen und Zeigefinger sind die einzigen ihm eigenen Kennzeichen.

Verwandte Mittel

GlonoinumBelladonnaNatrium carbonicumChina officinalisSimaruba amara

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.