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Materia medica · Nr. 826

Brachyglottis repens

Brach.

In 388 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Brachyglottis repens, ein Strauch aus Neuseeland, gehört zu den selten gebrauchten Mitteln und wurde vor allem durch Clarke in die Materia medica eingeführt. Das auffälligste Zeichen ist ein Schmerz in der rechten Achselhöhle, der in die Brustmuskeln ausstrahlt; im höchsten Grad ist die rechte Achselgegend als Ort der Beschwerden verzeichnet. Daneben stehen Nierenzeichen mit eiweißhaltigem Urin und gelbem Bodensatz sowie innerliches Zittern.

Konstitution

KörperbauEin bestimmter Körperbau wird nicht beschrieben. Das Mittel wird nach den örtlichen Zeichen an Achselhöhle, Nieren und Blase bestimmt.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen keine Rubriken vor. Verzeichnet ist ein innerliches Zittern, das auf Unruhe hinweisen kann; ein seelisches Bild wird in der Literatur nicht ausgeführt.

Gemütsbild

Kein Gemütsbild in den Repertorien ausgewiesenInnerliches Zittern als einziger Hinweis auf UnruheMattigkeit und EntnervungAuswahl ausschließlich nach den körperlichen Zeichen

Brachyglottis repens ist eines der Mittel mit sehr schmaler Prüfungsgrundlage. Gemütsrubriken liegen nicht vor, und die Literatur führt kein seelisches Bild aus. Verzeichnet ist ein innerliches Zittern, das im Zusammenhang mit allgemeiner Schwäche und Entnervung steht und sich als Unruhe bemerkbar machen kann. Alles Weitere zum Gemüt wäre nicht durch Quellen gedeckt. In der Praxis wird das Mittel anhand des charakteristischen Achselschmerzes und der Nierenzeichen bestimmt.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schmerz in der rechten Achselhöhle, in den Repertorien im höchsten Grad als Ort der Beschwerden geführt
Ausstrahlung des Achselschmerzes in die Brustmuskeln; wunder Schmerz in der Achsel
Stiche in der Herzgegend und Beklemmung der Brust
Nierenbeteiligung mit wundem, empfindlichem Gefühl in der Nierengegend
Eiweißhaltiger Urin mit gelbem Bodensatz
Blasenschmerz nach dem Wasserlassen; Beschwerden am Ende des Wasserlassens; ständiger Harndrang
Drückender und wunder Schmerz am Blasenhals
Innerliches Zittern; Steifheit und Neigung, sich zu strecken
Schwäche und Müdigkeitsgefühl im Rücken entlang der Wirbelsäule
Beteiligung der Milz sowie Klopfen in der rechten Oberbauch- und in der Leistengegend
Verschlechterung
  • Nach dem Wasserlassen sowie am Ende des Wasserlassens
  • Nachmittags
  • Morgens, hinsichtlich des Klopfens in der Leistengegend
  • Anstrengung, wegen der Rückenschwäche
Verbesserung
  • Ruhe und Liegen
  • Strecken der Glieder
  • Wärme

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • Appetitlosigkeit ist verzeichnet; besondere Abneigungen sind nicht ausgewiesen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Schmerzen in der rechten Achselhöhle mit Ausstrahlung in die Brustmuskeln im höchsten Grad aufgeführtBei Nierenbeteiligung mit wundem, empfindlichem Gefühl verzeichnetBei eiweißhaltigem Urin mit gelbem Bodensatz genanntBei Blasenschmerz nach dem Wasserlassen beschriebenBei Schwäche und Müdigkeitsgefühl entlang der Wirbelsäule aufgeführtBei innerlichem Zittern verzeichnet

Abgrenzung

Bei Beschwerden der Achselgegend ist Hepar sulphuris calcareum zu vergleichen, das bei entzündeten Drüsen mit stechendem Schmerz und großer Berührungsempfindlichkeit steht. Für die Nierenzeichen mit eiweißhaltigem Urin kommen Apis mellifica mit wässriger Schwellung und Durstlosigkeit sowie Terebinthina mit brennendem Nierenschmerz und blutigem Urin in Betracht. Von diesen unterscheidet sich Brachyglottis durch die auffällige, ausdrücklich rechtsseitige Betonung der Achselhöhle mit Ausstrahlung in die Brustmuskeln. Da die Prüfungsgrundlage schmal ist, sollte die Wahl auf diese kennzeichnende Verbindung gestützt werden.

Verwandte Mittel

Apis mellificaTerebinthinaHepar sulphuris calcareumBerberis vulgarisEquisetum hiemaleKalium carbonicum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.