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Materia medica · Nr. 803

Blatta orientalis

Blatta-o.

Auch: Blatta

In 35 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Blatta orientalis, die Orientalische Schabe, ist ein Tiermittel, das in der homöopathischen Literatur nahezu ausschließlich mit der Atmung verbunden ist. Die Repertorien führen es bei asthmatischer, erschwerter Atmung und bei allergischer Reaktionsbereitschaft auf, ebenso bei Bronchialentzündung. Klassisch beschrieben wird eine Zuordnung zu kräftigen, fülligen Menschen, deren Atemnot sich in staubiger, feuchter Umgebung meldet.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur werden vor allem kräftige, fleischige, fülligere Menschen beschrieben; Boericke betont, das Mittel sei den korpulenten Konstitutionen zugeordnet.
Thermalitätwechselnd
TemperamentÜber das Temperament ist wenig überliefert. Das Bild wird von der Atemnot beherrscht: Der Betroffene sitzt aufrecht, ringt um Luft und ist in der Attacke unruhig und beklommen. Ein ausgearbeitetes Gemütsbild liegt für dieses Mittel nicht vor.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild in den Repertorien verzeichnetBeklemmung und Unruhe während der AtemnotErschöpfung nach durchgestandenen Anfällen

Zum Gemüt liegen bei Blatta orientalis keine Rubriken vor. Die Prüfungs- und klinischen Angaben beschränken sich auf die Atemwege, wenige Gliederbeschwerden und Kopfschmerzen. Was seelisch geschildert wird, ist die Beklemmung des Atemnotanfalls selbst — die Angst, nicht genug Luft zu bekommen, die Unruhe und das Bedürfnis, aufrecht zu sitzen. Weitergehende Züge sind in der Literatur nicht näher beschrieben; das Mittel wird nach dem Atembild und der Konstitution zugeordnet.

Ängste: Beklemmung und Erstickungsangst während des Atemnotanfalls, In den vorliegenden Rubriken keine weiteren Ängste verzeichnet

Leitsymptome

Asthmatische, erschwerte Atmung, in den Rubriken mit erhöhtem Grad geführt
Allergische Reaktionsbereitschaft, ebenfalls mit erhöhtem Grad verzeichnet
Entzündung der Bronchien mit reichlichem Schleim
Schmerz in der rechten Brustseite
Stechender Kopfschmerz in den Schläfen
Dumpfer, rechtsseitiger Rückenschmerz
Krämpfe in den Waden und Schmerzen in Bein, Fuß und Zehen
Verschlechterung
  • Staub, Schimmel und feuchte, muffige Räume, wie die Literatur zur Atemnot beschreibt
  • Anstrengung und Treppensteigen
  • Liegen, weshalb aufrechtes Sitzen gesucht wird
  • Wetterwechsel und feuchte Witterung
Verbesserung
  • Aufrechtes Sitzen
  • Abhusten von Schleim
  • Frische, trockene Luft

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine charakteristischen Verlangen verzeichnet
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken keine charakteristischen Abneigungen verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Asthmatische Atembeschwerden, in Repertorien mit erhöhtem Grad aufgeführtAllergische Reaktionsbereitschaft der AtemwegeBronchialentzündung mit reichlichem AuswurfAtemnot bei fülligen, kräftigen MenschenRechtsseitiger Brustschmerz

Abgrenzung

Arsenicum album wird der Atemnot mit nächtlicher Unruhe, Frost und Todesangst zugeordnet, Antimonium tartaricum dem rasselnden Schleim, der nicht abgehustet werden kann, mit Blässe und Schwäche. Ipecacuanha zeigt Atemnot mit Übelkeit und sauberer Zunge. Blatta orientalis hebt sich in der Literatur weniger durch Begleitsymptome als durch die Zuordnung zum kräftigen, fülligen Körperbau und zur Verschlimmerung in staubiger, feuchter Umgebung ab.

Verwandte Mittel

Arsenicum albumAntimonium tartaricumIpecacuanhaNatrium sulphuricumLobelia inflata

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.