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Materia medica · Nr. 802

Blatta americana

Blatta-a.

In 8 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Blatta americana, die Amerikanische Großschabe, ist das weniger bekannte Schwestermittel von Blatta orientalis und stammt wie diese aus der Gruppe der Insektenarzneien. Die Repertorien führen sie bei asthmatischer Atmung, bei Gelbfärbung der Haut im Sinne der Gelbsucht und klinisch bei Wassersucht auf. Das Bild ist schmal und stützt sich auf wenige Beobachtungen; der Schwerpunkt liegt bei der erschwerten Atmung, wie sie auch für die orientalische Schabe beschrieben wird.

Konstitution

KörperbauFür Blatta orientalis wird in der Literatur der volle, gedunsene Typ genannt. Ob das auf Blatta americana übertragbar ist, geht aus den Quellen nicht hervor; ein eigenes konstitutionelles Bild ist nicht überliefert.
Thermalitätwechselnd
TemperamentEigene Gemütsrubriken liegen nicht vor. Die Insektenarzneien der Schabengruppe wurden fast ausschließlich von der Atemseite her beschrieben; ein seelisches Bild wurde für sie nicht ausgearbeitet. Für eine Charakterisierung des Temperaments reicht die Datenlage nicht aus.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken in der Datenbasis verzeichnetKein seelisches Arzneibild für die Schabenmittel überliefertZuordnung erfolgt allein über Atmung, Haut und klinische Rubriken

Blatta americana ist in OpenHomeopath nur mit Rubriken zu Atmung, Haut und der klinischen Wassersucht vertreten. Ein Gemütsbild fehlt, und auch die Materia medica hat für die Schabenmittel keines beschrieben. Diese Arzneien fanden über die Beobachtung an Atemkranken Eingang in die Praxis, nicht über eine breit angelegte Prüfung. Wer Blatta americana erwägt, tut das nach den körperlichen Zeichen, insbesondere nach der Art der Atemnot und ihrer Begleitumstände. Eine ausgeführte seelische Charakterisierung wäre hier nicht durch Quellen gedeckt.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine Angstrubriken in der Datenbasis vorhanden

Leitsymptome

Asthmatische Atmung, in den Atmungsrubriken als eigener Eintrag geführt und Schwerpunkt des Mittels
Gelbfärbung der Haut im Sinne der Gelbsucht, in den Hautrubriken fein aufgegliedert verzeichnet
Klinisch der Wassersucht zugeordnet, mit Ansammlung von Flüssigkeit in den Geweben
Atemnot, die sich beim Liegen steigert, wie für die Schabenmittel allgemein beschrieben
Zäher Schleim, der schwer zu lösen ist
Verschlechterung
  • Feuchtes Wetter, wie es für Blatta orientalis beschrieben wird
  • Liegen, mit Zunahme der Atemnot
  • Anstrengung
Verbesserung
  • Aufrechtes Sitzen
  • Abhusten des zähen Schleims
  • In den vorliegenden Rubriken sind keine weiteren Besserungsmodalitäten verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet
  • Für die Schabenmittel sind keine Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet
  • Die Rubriken beschränken sich auf Atmung, Haut und die klinische Wassersucht

In Repertorien häufig zugeordnet

Asthmatische Atembeschwerden, in Repertorien als Schwerpunkt aufgeführtGelbsucht mit Gelbfärbung der HautKlinisch der Wassersucht zugeordnetAtemnot mit zähem, schwer löslichem SchleimBeschwerden bei feuchter Witterung

Abgrenzung

Blatta orientalis ist das weit gebräuchlichere und besser belegte Schabenmittel, dem die Atemnot mit Schleimrasseln und die Verschlimmerung bei Feuchtigkeit zugeordnet wird; wer an Blatta americana denkt, sollte zuerst prüfen, ob nicht die orientalische Art gemeint ist. Für Atemnot mit Erstickungsgefühl im Liegen ist Arsenicum album das führende Mittel, für den zähen, schwer zu lösenden Schleim Kalium bichromicum. Blatta americana bleibt wegen der schmalen Quellenlage ein Randmittel.

Verwandte Mittel

Blatta orientalisArsenicum albumKalium bichromicumAntimonium tartaricumApis mellifica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.