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Materia medica · Nr. 776

Beryllium metallicum

Beryl.

In 6 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Beryllium metallicum ist ein Leichtmetall, das erst in neuerer Zeit in die homöopathische Arzneimittellehre aufgenommen wurde; ausgearbeitete klassische Prüfungen aus dem 19. Jahrhundert gibt es nicht. Bekannt ist der Stoff arbeitsmedizinisch durch die Lungenveränderungen bei Berylliumstaub. Die homöopathische Datenbasis ist entsprechend schmal und stammt überwiegend aus jüngeren Prüfungen; verzeichnet sind die Furcht vor Krebs sowie klinische Einträge zu Erschöpfung, allergischer Reaktionsbereitschaft und gutartigen Geschwülsten.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht ausgearbeitet. In den neueren Systematiken wird Beryllium als Element der zweiten Reihe geführt und mit Themen von Abgrenzung und noch ungefestigter Eigenständigkeit in Verbindung gebracht; das sind Zuordnungen der modernen Schule, keine Prüfungsergebnisse.
Thermalitätwechselnd
TemperamentDie einzige verzeichnete Gemütsangabe ist die Furcht vor Krebs, also eine auf die eigene Gesundheit gerichtete, in die Zukunft schauende Sorge. Ein darüber hinausgehendes Temperamentsbild ist nicht belegt und wird hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Furcht vor KrebsSorge um die eigene GesundheitDarüber hinaus kein gesichertes Gemütsbild überliefert

Aus dem Kapitel Gemüt führt die Datenbasis allein die Furcht vor Krebs. Sie ist die einzige belastbare seelische Angabe des Mittels und steht in einer Reihe mit den klinischen Einträgen zu Geschwülsten. Die neuere homöopathische Literatur ordnet Beryllium in die Gruppe der Leichtmetalle ein und beschreibt Themen von Härte und Zerbrechlichkeit zugleich, wie sie dem Werkstoff eigen sind. Solche Zuschreibungen stammen aus Systematiken und aus einzelnen jüngeren Prüfungen, nicht aus einer breiten Erfahrungsgrundlage; sie werden hier deshalb nur als das benannt, was sie sind.

Ängste: Furcht vor Krebs - die einzige ausdrücklich verzeichnete Angst, Weitere Ängste sind nicht überliefert

Leitsymptome

In den klinischen Rubriken bei allergischer Reaktionsbereitschaft aufgeführt
In den klinischen Rubriken beim chronischen Erschöpfungssyndrom verzeichnet
In den klinischen Rubriken bei Geschwülsten genannt, ausdrücklich beim Fettgewebsknoten
Arbeitsmedizinisch ist Berylliumstaub als Ursache chronischer Lungenveränderungen bekannt; homöopathische Prüfungsangaben dazu liegen kaum vor
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Furcht vor Krebs aufgeführtIn den klinischen Rubriken beim chronischen Erschöpfungssyndrom genanntIn den klinischen Rubriken bei allergischer Reaktionsbereitschaft verzeichnetIn den klinischen Rubriken bei Fettgewebsknoten aufgeführt

Abgrenzung

Bei der Furcht vor Krebs sind Calcarea carbonica, Nitricum acidum und Kalium arsenicosum in den Repertorien deutlich stärker vertreten und zugleich durch ein vollständiges Allgemeinbild ausgewiesen. Bei anhaltender Erschöpfung stehen Gelsemium, China officinalis und Phosphoricum acidum mit ausgearbeiteten Bildern daneben. Innerhalb der Metalle sind Magnesium und Aluminium die nächsten chemischen Nachbarn mit eigenem, breiter beschriebenem Bestand. Beryllium bleibt ein Mittel mit sehr schmaler Datenbasis und wird in der Regel erst dann erwogen, wenn die geläufigeren Mittel nicht passen.

Verwandte Mittel

Magnesium metallicumAluminium metallicumCalcarea carbonicaSiliceaAlumina

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.