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Materia medica · Nr. 770

Berberisaquifolium

Berb-a.

Auch: Berb-aq.

In 31 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Berberis aquifolium, die Mahonie oder Oregontraube, ist ein Hautmittel der amerikanischen Schule. Die Literatur ordnet ihm chronische, schuppende und trockene Hautzustände zu - Schuppenflechte, Ekzem, Kleienflechte und rauhe Gesichtsausschläge - und beschreibt es als Mittel für unreine, fahle Haut. Mit 31 Rubriken ist es ein kleines Mittel, dessen Bild fast ausschließlich über die Haut gezeichnet wird.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht ausgearbeitet. Beschrieben werden Menschen mit chronisch belasteter, fahler und schuppender Haut, oft mit einer sykotischen Grundbelastung im Sinne der Miasmenlehre.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Repertoriumsangaben vor. Berberis aquifolium wird in der Materia medica durchweg als körperliches Hautmittel geführt. Wer es erwägt, geht vom Hautbefund und vom chronischen Verlauf aus, nicht von einer bestimmten Gemütslage.

Gemütsbild

Kein eigenes Gemütsbild überliefertBelastung durch das sichtbare, chronische HautleidenZuordnung erfolgt über den Hautbefund

Die Datenbasis enthält für Berberis aquifolium keine Gemütsrubriken, und auch die klassische Materia medica beschreibt das Mittel nicht über die Seele. Es gehört zu den Mitteln, die über einen umschriebenen körperlichen Befund gefunden werden - hier über chronische, schuppende Hautzustände. Was an seelischer Belastung genannt werden kann, ergibt sich aus dem Leiden selbst: die Last einer sichtbaren, langwierigen Hauterkrankung und der Verdruss über wiederkehrende Schübe. Ein durchgezeichnetes Gemütsporträt lässt sich daraus nicht ableiten, und das Porträt bleibt hier bewusst zurückhaltend.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine charakteristischen Ängste überliefert

Leitsymptome

Chronische Hautausschläge: Schuppenflechte, Ekzem, herpetische Ausschläge und Kleienflechte
Rauhe, unreine Gesichtshaut mit Ausschlägen - eine der bezeichnendsten Angaben
Klinisch als Allergiemittel geführt, mit der höchsten Bewertung im Datenbestand
Sykotische Grundbelastung; ferner ist Syphilis in den klinischen Rubriken verzeichnet
Weißfluss bei Frauen; harter Knoten in der Brust
Bronchialverschleimung mit reichlichem Auswurf, Heiserkeit, Kopfschmerz und Milzbeschwerden
Verschlechterung
  • Chronischer, schubweiser Verlauf der Hauterscheinungen
  • Reizung der Haut von außen
Verbesserung
  • Ruhiger, ungestörter Verlauf ohne äußere Reizung
  • Keine weiteren belastbaren Modalitäten überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Schuppenflechte und chronisches EkzemKleienflechte und herpetische HautausschlägeRauhe, unreine GesichtshautAllergische ZuständeBronchialverschleimung mit reichlichem AuswurfWeißfluss

Abgrenzung

Nicht zu verwechseln mit Berberis vulgaris, der Berberitze: dort steht das Nieren- und Gallenbild mit den ausstrahlenden Schmerzen aus der Nierengegend im Vordergrund, während Berberis aquifolium in der Literatur fast ausschließlich als Hautmittel geführt wird. Bei Schuppenflechte sind Arsenicum album mit brennenden, durch Wärme gebesserten Ausschlägen und Sepia mit den ringförmigen, trockenen Herden ausführlicher beschrieben. Graphites zeigt nässende, honigartig verklebende Ausschläge in den Beugen und unterscheidet sich dadurch vom trocken-schuppenden Bild.

Verwandte Mittel

Berberis vulgarisArsenicum albumSepiaGraphitesSulphur

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.