Bellis perennis spagyricus ist das Gänseblümchen in spagyrischer Zubereitung, also nach einem Verfahren hergestellt, das mit Gärung, Destillation und Veraschung arbeitet und aus der alchemistischen Tradition stammt. Es handelt sich um eine Zubereitungsvariante des klassischen homöopathischen Mittels Bellis perennis, das als Wund- und Verletzungsmittel des tiefen Gewebes bekannt ist. Der Bestand dieser Variante umfasst eine einzige Angabe: Blähungen des Magens mit Aufstoßen und Auftreibung.
Konstitution
Gemütsbild
Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertZubereitungsvariante eines rein körperbezogen geführten MittelsEinzige Angabe betrifft den Magen
Zu Bellis perennis spagyricus ist keine Gemütsrubrik besetzt; die einzige Angabe liegt im Kapitel Magen. Auch das klassische Bellis perennis ist in der Materia medica über den körperlichen Befund beschrieben - Beschwerden nach stumpfen Verletzungen, nach Operationen im Bauchraum und nach Überanstrengung - und nicht über ein seelisches Bild. Hier wird deshalb nichts ergänzt, was die Quellen nicht hergeben.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Zur spagyrischen Zubereitung sind keine Modalitäten überliefert
- Zum klassischen Bellis perennis werden kaltes Baden bei erhitztem Körper und Berührung genannt
- Zur spagyrischen Zubereitung sind keine Modalitäten überliefert
- Zum klassischen Bellis perennis wird fortgesetzte Bewegung genannt
Verlangen und Abneigungen
- Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
- Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert
In Repertorien häufig zugeordnet
Blähungen des Magens mit Aufstoßen als einzige Zuordnung dieser VarianteBeschwerden nach stumpfen Verletzungen, zum klassischen Bellis perennis überliefertZerschlagenheitsgefühl nach Überanstrengung
Abgrenzung
Wer nach dem Bild des Gänseblümchens sucht, greift in aller Regel zum klassischen Bellis perennis, das ausführlich beschrieben und breit belegt ist; diese Zubereitungsvariante trägt in der Datenbasis nur eine einzige Rubrik. Bei Blähungen des Magens sind Carbo vegetabilis, Lycopodium clavatum, China officinalis und Nux vomica die weit besser belegten Mittel; Carbo vegetabilis zeigt das Aufstoßen mit Erleichterung, Lycopodium clavatum die Auftreibung im Unterbauch am späten Nachmittag. Bei stumpfen Verletzungen steht Arnica montana an erster Stelle, Bellis perennis folgt bei tiefer sitzender Beteiligung.
Verwandte Mittel
Bellis perennisArnica montanaCalendula officinalisCarbo vegetabilisLycopodium clavatum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.