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Materia medica · Nr. 3623

Bellis perennis spagyricus

Bell-p-sp.

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Bellis perennis spagyricus ist das Gänseblümchen in spagyrischer Zubereitung, also nach einem Verfahren hergestellt, das mit Gärung, Destillation und Veraschung arbeitet und aus der alchemistischen Tradition stammt. Es handelt sich um eine Zubereitungsvariante des klassischen homöopathischen Mittels Bellis perennis, das als Wund- und Verletzungsmittel des tiefen Gewebes bekannt ist. Der Bestand dieser Variante umfasst eine einzige Angabe: Blähungen des Magens mit Aufstoßen und Auftreibung.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist für diese Zubereitungsvariante nicht überliefert; das klassische Bellis perennis wird ebenfalls nach dem Befund und nicht nach einem Konstitutionstyp verordnet.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben; zum klassischen Bellis perennis wird eine Empfindlichkeit gegen kaltes Baden und kalte Getränke bei erhitztem Körper genannt.
TemperamentZum Temperament liegen für die spagyrische Zubereitung keine belastbaren Angaben vor. Das klassische Mittel ist über körperliche Beschwerden nach Verletzungen und Überanstrengung beschrieben und besitzt kein ausgearbeitetes Gemütsbild.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertZubereitungsvariante eines rein körperbezogen geführten MittelsEinzige Angabe betrifft den Magen

Zu Bellis perennis spagyricus ist keine Gemütsrubrik besetzt; die einzige Angabe liegt im Kapitel Magen. Auch das klassische Bellis perennis ist in der Materia medica über den körperlichen Befund beschrieben - Beschwerden nach stumpfen Verletzungen, nach Operationen im Bauchraum und nach Überanstrengung - und nicht über ein seelisches Bild. Hier wird deshalb nichts ergänzt, was die Quellen nicht hergeben.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Blähungen des Magens mit Aufstoßen und Auftreibung - die einzige Angabe, unter der diese Variante im Repertorium geführt wird
Das klassische Bellis perennis wird bei Beschwerden nach stumpfen Verletzungen und Quetschungen des tiefen Gewebes genannt
Ebenso bei Beschwerden im Bauchraum nach Operationen, wo die Literatur es an Arnica montana anschließt
Muskelkater und Zerschlagenheitsgefühl nach Überanstrengung, ebenfalls zum klassischen Mittel überliefert
Verschlechterung
  • Zur spagyrischen Zubereitung sind keine Modalitäten überliefert
  • Zum klassischen Bellis perennis werden kaltes Baden bei erhitztem Körper und Berührung genannt
Verbesserung
  • Zur spagyrischen Zubereitung sind keine Modalitäten überliefert
  • Zum klassischen Bellis perennis wird fortgesetzte Bewegung genannt

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Blähungen des Magens mit Aufstoßen als einzige Zuordnung dieser VarianteBeschwerden nach stumpfen Verletzungen, zum klassischen Bellis perennis überliefertZerschlagenheitsgefühl nach Überanstrengung

Abgrenzung

Wer nach dem Bild des Gänseblümchens sucht, greift in aller Regel zum klassischen Bellis perennis, das ausführlich beschrieben und breit belegt ist; diese Zubereitungsvariante trägt in der Datenbasis nur eine einzige Rubrik. Bei Blähungen des Magens sind Carbo vegetabilis, Lycopodium clavatum, China officinalis und Nux vomica die weit besser belegten Mittel; Carbo vegetabilis zeigt das Aufstoßen mit Erleichterung, Lycopodium clavatum die Auftreibung im Unterbauch am späten Nachmittag. Bei stumpfen Verletzungen steht Arnica montana an erster Stelle, Bellis perennis folgt bei tiefer sitzender Beteiligung.

Verwandte Mittel

Bellis perennisArnica montanaCalendula officinalisCarbo vegetabilisLycopodium clavatum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.