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Materia medica · Nr. 735

Balsamum peruvianum

Bals-p.

In 16 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Balsamum peruvianum, der Perubalsam, ist das wohlriechende Harz eines mittelamerikanischen Schmetterlingsblütlers und seit Jahrhunderten als Wundmittel in Gebrauch. In der Homöopathie steht er bei chronischen Katarrhen der Luftwege mit reichlichem, eitrigem Auswurf und bei schlecht heilenden Geschwüren und Hautrissen. Das Kernthema ist der zähe, eitrige Absonderungsprozess an Schleimhaut und Haut.

Konstitution

KörperbauKlassisch werden geschwächte, zur Zehrung neigende Menschen mit langwierigen Erkrankungen der Lunge beschrieben. Ein weitergehender Konstitutionstyp ist in den Quellen nicht ausgearbeitet.
Thermalitätfrostig
TemperamentGemütsrubriken liegen nicht vor. Die Literatur beschreibt den Perubalsam als Mittel für den körperlichen Zustand chronischer Eiterung und äußert sich nicht zu Wesen und Stimmung. Erwähnt wird die Erschöpfung bei zehrendem Fieber, die zum Krankheitsbild und nicht zum Charakter gehört.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken verzeichnetErschöpfung bei zehrendem Fieber, aus der klinischen BeschreibungAuswahl nach Auswurf und Hautbefund

Für Balsamum peruvianum sind keine Gemütszeichen hinterlegt. Das Mittel ist über die äußerliche und innerliche Anwendung in die Materia medica gelangt und wurde nie in einer Weise geprüft, die ein seelisches Bild hervorgebracht hätte. Die Quellen beschreiben durchweg Absonderungen: den reichlichen, eitrigen Auswurf der Bronchien, den Schleim der Nase, die eiternden Geschwüre der Haut. Wo Mattigkeit erwähnt wird, gehört sie zum zehrenden Verlauf der Erkrankung.

Ängste: Keine Angstrubriken verzeichnet, In der Literatur nicht beschrieben

Leitsymptome

Entzündung der Bronchien mit reichlichem, eitrigem Auswurf
Lungenschwindsucht, in den Brustrubriken aufgeführt
Trockener Husten am Abend, in den Rubriken ausdrücklich als abendlich verzeichnet
Schlecht heilende Geschwüre sowie Risse und Schrunden der Haut
Nasenkatarrh mit Nasenbluten
Zehrendes Fieber
Verschlechterung
  • Abends, besonders für den trockenen Husten
  • Kalte, feuchte Luft
  • Liegen, wie es für die Bronchialkatarrhe beschrieben wird
Verbesserung
  • Nach Abgang des Auswurfs
  • Wärme und warme Getränke
  • Aufrechte Haltung

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet
  • Weitere Speiseverlangen sind in der Literatur zu diesem Mittel nicht beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet
  • Weitere Speiseabneigungen sind in der Literatur zu diesem Mittel nicht beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Chronische Bronchitis mit reichlichem, eitrigem AuswurfTrockener Husten am AbendLungenschwindsucht mit zehrendem FieberSchlecht heilende Geschwüre und HautrisseNasenkatarrh mit Nasenbluten

Abgrenzung

Bei reichlichem, eitrigem Auswurf sind Hepar sulphuris calcareum mit großer Kälte- und Berührungsempfindlichkeit, Silicea mit langsamer Eiterung und Frostigkeit sowie Stannum metallicum mit ausgeprägter Schwäche in der Brust die ausführlicher geprüften Mittel. Der Perubalsam wird in der Literatur dort genannt, wo Auswurf und Hautgeschwüre nebeneinanderstehen. Von Myrrha und Terebinthina, die als Harz- beziehungsweise Balsammittel ähnlich wirken, trennt ihn die Verbindung mit dem abendlichen trockenen Husten.

Verwandte Mittel

Hepar sulphuris calcareumSiliceaStannum metallicumMyrrhaTerebinthina

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.