Aurum muriaticum natronatum, das Gold-Natrium-Doppelsalz, gehört zu den Goldmitteln und ist vor allem als Mittel der Verhärtungen geführt. Beschrieben wird ein Mensch mit tief sitzenden, zerstörenden Prozessen an Knochen und Schleimhäuten sowie mit Verhärtungen im Bereich der Gebärmutter. Kennzeichnend sind ziehende, bohrende Schmerzen im Schienbein, die sich beim Sitzen verschlimmern und beim Gehen bessern.
Konstitution
Gemütsbild
Schwere, gedrückte Grundstimmung der GoldmittelLebensüberdruss und Hoffnungslosigkeit bei langwierigen LeidenRuhelosigkeit, die zum Umhergehen treibtEmpfindlichkeit gegen WiderspruchEigene Gemütsrubriken sind für dieses Salz kaum verzeichnet
Die Datenbank verzeichnet für Aurum muriaticum natronatum keine eigenständigen Gemütsrubriken; das Mittel ist dort über körperliche Zeichen erschlossen. Die klassische Materia medica ordnet es der Goldreihe zu und beschreibt die für diese Gruppe kennzeichnende schwere, dunkle Verstimmung: tiefe Niedergeschlagenheit, das Gefühl, alles verloren zu haben, Lebensüberdruss, dazu eine ruhelose Getriebenheit und eine große Empfindlichkeit gegenüber Widerspruch und Zurechtweisung. Wieweit dieses Gemütsbild bei dem Doppelsalz ebenso ausgeprägt ist wie bei metallischem Gold, ist in der Literatur nicht sicher beantwortet; der Schwerpunkt dieses Mittels liegt deutlich im körperlichen Bereich, besonders bei den Verhärtungen der weiblichen Organe.
Ängste: Hoffnungslosigkeit und Lebensüberdruss, wie sie für die Goldmittel beschrieben werden, Sorge um die eigene Zukunft bei langwierigem Verlauf
Leitsymptome
- Sitzen, besonders bei den Schienbeinschmerzen
- Kaltes, nasses Wetter
- Nachts
- Ruhe
- Bewegung, in den Rubriken ausdrücklich verzeichnet
- Gehen
- Wärme
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Verhärtungen der Gebärmutter und des Gebärmutterhalses aufgeführtKlassisch zugeordnet zu langwierigen Geschwüren an Nase und GeschlechtsteilenBei rheumatischen und knochennahen Schmerzen im Schienbein verzeichnetBei skrofulöser Augenentzündung genanntBei Knochenfraß und Knochenauftreibungen aufgeführtIn der Literatur bei unregelmäßiger Regelblutung beschrieben
Abgrenzung
Aurum metallicum teilt die Knochenbeteiligung und die schwere Verstimmung, ist jedoch stärker über das Gemütsbild und die Herzbeschwerden erschlossen. Aurum muriaticum steht dem Salz nahe, mit Betonung der Leber; das Natriumsalz wird in der Literatur besonders bei Verhärtungen der Gebärmutter genannt. Kalium bichromicum und Mercurius stehen bei ähnlichen Geschwüren der Nasenschleimhaut, Mercurius mit dem übelriechenden Speichelfluss und der Verschlimmerung nachts im Bett. Die Besserung durch Bewegung teilt das Mittel mit Rhus toxicodendron, dort jedoch mit Steifigkeit beim ersten Bewegen. Für Aurum muriaticum natronatum spricht die Verbindung von Gebärmutterverhärtung, Knochenschmerz im Schienbein und Besserung durch Gehen.
Verwandte Mittel
Aurum metallicumAurum muriaticumMercurius solubilisKalium bichromicumCalcarea fluoricaConium maculatum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.