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Materia medica · Nr. 714

Aurum muriaticum kalinatum

Aur-m-k.

In 4 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Aurum muriaticum kalinatum ist das Gold-Kalium-Chlorid, eine seltene Variante der Gold-Chlorid-Doppelsalze. Es steht der weit bekannteren Verbindung Aurum muriaticum natronatum nahe, bei der das Kalium durch Natrium ersetzt ist. Der Repertoriumsbestand ist sehr schmal und liegt vollständig bei den weiblichen Geschlechtsorganen: Verhärtung der Gebärmutter und Blutung außerhalb der Regel.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist für diese Salzvariante nicht überliefert.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentFür Aurum muriaticum kalinatum selbst liegen keine Temperamentsangaben vor. Die Gold-Mittel werden in der Materia medica insgesamt über Schwere, Ernst und tiefe Niedergeschlagenheit beschrieben, verbunden mit hohen Ansprüchen an sich selbst; diese Züge stammen jedoch aus dem Bild von Aurum metallicum und sind für die vorliegende Salzvariante nicht belegt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild der Salzvariante überliefertIn der Literatur rein organbezogen als Gebärmuttermittel geführtGemütsthemen nur aus der Gold-Gruppe bekannt, nicht aus eigener Prüfung

Zu Aurum muriaticum kalinatum sind im Repertorium keine Gemütsrubriken besetzt. Alle vier Angaben liegen bei den weiblichen Geschlechtsorganen. Die Gold-Reihe insgesamt ist für ein schweres, ernstes Gemütsbild bekannt - Niedergeschlagenheit, Selbstvorwürfe, Lebensüberdruss bei Aurum metallicum -, doch diese Züge auf ein kaum geprüftes Doppelsalz zu übertragen, wäre nicht gedeckt. Die Mittelwahl stützt sich hier auf den örtlichen Befund. Wer ein Gemütsbild sucht, geht sinnvollerweise von den ausgearbeiteten Gold-Mitteln aus.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Verhärtung der Gebärmutter - die kennzeichnendste Angabe des Mittels
Verhärtungen im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane allgemein
Blutung außerhalb der Regel (Metrorrhagie)
Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane als übergeordnete Zuordnung im Bestand
Die Literatur beschreibt für die verwandten Gold-Chlorid-Salze einen Bezug zu Verhärtungen und Wucherungen der Gebärmutter
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Verhärtungen der GebärmutterBlutungen außerhalb der RegelErkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane

Abgrenzung

Aurum muriaticum natronatum ist die deutlich besser belegte Schwesterverbindung und in der Literatur das eigentliche Mittel bei Verhärtung und Vergrößerung der Gebärmutter; wer diese Substanzgruppe erwägt, findet dort das ausgearbeitete Bild. Aurum muriaticum steht als einfaches Goldchlorid dazwischen. Bei Blutungen außerhalb der Regel sind Sabina, Secale cornutum und Thlaspi bursa pastoris die klassisch geführten Mittel. Die Kalium-Variante bleibt demgegenüber eine Randnotiz mit sehr schmalem Bestand.

Verwandte Mittel

Aurum muriaticum natronatumAurum muriaticumAurum metallicumSabinaCalcarea fluorica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.