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Materia medica · Nr. 708

Aurum arsenicum

Aur-a.

Auch: Aur-ar

In 17 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Aurum arsenicum ist eine Verbindung von Gold und Arsen und gehört zu den kleinen, wenig geprüften Metallmitteln. Die Repertorien führen es fast ausschließlich bei zehrenden, tief greifenden Erkrankungen auf — Brustdrüsengeschwülsten, Lupus, Blutarmut und syphilitischen Kopfschmerzen. Das Kernthema ist ein schwerer, herabgesetzter Allgemeinzustand mit Zerfall des Gewebes, wie er sich aus der Zusammenführung der beiden Ausgangsstoffe herleiten lässt.

Konstitution

KörperbauDie wenigen Berichte beschreiben blasse, herabgekommene und abgemagerte Menschen mit schlechter Blutbildung. Ein eigener konstitutioneller Typ ist für dieses Mittel in der Literatur nicht ausgearbeitet.
Thermalitätfrostig
TemperamentZu den Gemütszügen liegt nur eine einzige Rubrik vor: Unentschlossenheit und Unschlüssigkeit. Die Literatur beschreibt darüber hinaus die für Gold- und Arsenmittel bekannte Verbindung von Schwere, Erschöpfung und innerer Unruhe, ohne dass dies für Aurum arsenicum eigens geprüft wäre. Aussagen über ein ausgeprägtes Gemütsbild sind hier nicht belastbar.

Gemütsbild

Unentschlossenheit, Unschlüssigkeit — die einzige verzeichnete GemütsrubrikSchwere und Erschöpfung bei zehrenden ErkrankungenBedrücktheit im Zusammenhang mit schwerem Körperleiden

Das Gemütsbild ist in den Repertorien nur mit einer Rubrik vertreten: Unentschlossenheit und Unschlüssigkeit im niedrigsten Grad. Alles Weitere wird in der Literatur nicht näher beschrieben. Klassisch wird Aurum arsenicum nach dem körperlichen Bild und nicht nach dem Gemüt gewählt. Wo Autoren Gemütszüge nennen, leiten sie diese aus den Ausgangsstoffen ab — die Schwermut und Lebensmüdigkeit des Goldes, die ängstliche Unruhe und Erschöpfung des Arsens. Diese Übertragung bleibt eine Vermutung und ersetzt keine Prüfung.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine eigenen Angstrubriken verzeichnet, Von den Ausgangsstoffen her wird eine ängstliche Unruhe bei schwerer Erkrankung angenommen

Leitsymptome

Geschwülste der Brustdrüse, in den Rubriken mit dem höchsten hier vorkommenden Grad aufgeführt
Lupus und andere zerstörende Hauterkrankungen
Blutarmut und Chlorose, also allgemeine Blässe bei schlechter Blutbildung
Kopfschmerz mit syphilitischem Hintergrund, klassisch nachts verstärkt
Lungenschwindsucht, in den Rubriken der Brust genannt
Verschlechterung
  • Nachts, besonders die Kopfschmerzen der Goldmittel
  • Kälte und feuchtes Wetter
  • Fortschreitende Zehrung und Schwäche
Verbesserung
  • Wärme und Ruhe
  • Frische Luft, wie sie bei Goldmitteln beschrieben wird
  • Weitergehende Modalitäten sind nicht geprüft

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet
  • Weitere Speiseverlangen sind in der Literatur zu diesem Mittel nicht beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet
  • Weitere Speiseabneigungen sind in der Literatur zu diesem Mittel nicht beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Geschwülste der Brustdrüse, in Repertorien mit erhöhtem Grad aufgeführtLupus und zerstörende HautprozesseBlutarmut und ChloroseSyphilitische KopfschmerzenLungenschwindsucht

Abgrenzung

Aurum metallicum ist das ungleich besser geprüfte Goldmittel mit dem ausgearbeiteten Gemütsbild von Schwermut und Lebensüberdruss; Arsenicum album steht für brennende Schmerzen, nächtliche Unruhe und Erschöpfung mit Kälte. Aurum arsenicum tritt dort ins Blickfeld, wo beide Themen zusammenfallen und der Zerfall des Gewebes im Vordergrund steht. Aurum muriaticum natronatum wird in der Literatur enger den Frauenleiden und Gebärmuttergeschwülsten zugeordnet.

Verwandte Mittel

Aurum metallicumArsenicum albumAurum muriaticum natronatumKalium arsenicosumConium maculatum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.