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Materia medica · Nr. 705

Atropia sulphurica

Atro-s.

In 5 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Atropia sulphurica ist das schwefelsaure Salz des Atropins, jenes Alkaloids, das die Tollkirsche und die verwandten Nachtschattengewächse wirksam macht. Als eigenständiges homöopathisches Mittel ist es nur schmal überliefert. Auffällig ist die deutliche Betonung eines einzigen Bereichs: der Bauchspeicheldrüse und der Beschwerden im Oberbauch, die ihr zugeordnet werden - dies ist die einzige mit erhöhtem Grad geführte Angabe.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Das Mittel wird über den Oberbauchbefund gefunden, nicht über den Körperbau.
Thermalitätwarmblütig
TemperamentZum Gemüt liegen im Repertorium keine Einträge vor. Die aus Vergiftungen bekannte Erregung mit Unruhe und Verwirrtheit ist eine Wirkung der Substanz und wird in der Datenbank für dieses Mittel nicht als geprüftes Gemütszeichen geführt.

Gemütsbild

Keine charakteristischen Gemütsrubriken vorhandenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Zu Atropia sulphurica sind in der Datenbank keine Gemütszeichen verzeichnet. Das Alkaloid wurde im 19. Jahrhundert isoliert und danach auch homöopathisch verwendet; die Beschreibungen der Vergiftung - trockener Mund, weite Pupillen, Erregung bis zur Verwirrtheit, Blitzen vor den Augen - gehören zur Substanzwirkung und finden sich vor allem beim Mittel Atropinum. Belladonna, die Ausgangspflanze, hat das ungleich reichere und vollständig geprüfte Bild mit Hitze, Röte, klopfendem Blutandrang und plötzlichem Beginn. Für Atropia sulphurica selbst ist in der Datenbank nur die Beziehung zum Oberbauch verzeichnet.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Beschwerden in der Gegend der Bauchspeicheldrüse - die einzige mit erhöhtem Grad geführte Angabe des Mittels
Schmerz und Druck im Oberbauch, den Hypochondrien zugeordnet
Beziehung zur Bauchspeicheldrüse, auch im Bauchkapitel eigens geführt
Nach der Literatur zur Substanz: Trockenheit des Mundes und Erweiterung der Pupillen
Weitere Organbezüge sind in der Datenbank nicht geführt
Verschlechterung
  • Nach dem Essen, wie bei Oberbauchbeschwerden allgemein beschrieben
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Besserungen überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Beschwerden der BauchspeicheldrüseSchmerzen im OberbauchDruck- und Spannungsgefühl in den Hypochondrien

Abgrenzung

Belladonna und Atropinum sind die ausführlicher beschriebenen Verwandten - Belladonna als vollständig geprüftes Pflanzenmittel, Atropinum als das breiter geführte Alkaloidmittel mit den Zeichen an Auge, Mund und Nervensystem. Bei Beschwerden der Bauchspeicheldrüse sind Iris versicolor, Phosphorus und Iodum die in der Literatur genannten Mittel. Atropia sulphurica bleibt ein Randmittel, das über die eng umgrenzte Oberbauchangabe gefunden wird.

Verwandte Mittel

BelladonnaAtropinumIris versicolorPhosphorusHyoscyamus niger

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.