HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 698

Athamanta oreoselinum

Atha.

Auch: atha-o

In 7 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Athamanta oreoselinum, der Berg-Haarstrang, ist ein Doldenblütler trockener Kalkstandorte, in der älteren Literatur auch unter dem Namen Peucedanum oreoselinum geführt. Sein homöopathisches Bild ist schmal und in sich stimmig: Schwindel, Verwirrung im Kopf, Kopfschmerz und ein verdorbener Magen - ein Zustand, wie er nach einem Rausch beschrieben wird. Eine umfassende Arzneimittelprüfung liegt nicht vor.

Konstitution

KörperbauEin Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Das Mittel beschreibt einen vorübergehenden Zustand und keinen Patiententypus.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Beschrieben wird eine benommene, unklare Verfassung, in der das Denken nicht recht in Gang kommt und die Umgebung entrückt erscheint.

Gemütsbild

Verwirrung und Unklarheit im KopfBenommenheit wie nach einem RauschErschwertes Denken und Sammeln der Gedanken

Die einzige Gemütsangabe des Repertoriums ist die Verwirrung. Sie fügt sich zu den übrigen Zeichen des Mittels: Schwindel, Kopfschmerz und ein verdorbener Magen ergeben zusammen das Bild einer benommenen Unklarheit, wie sie die ältere Literatur mit dem Zustand nach reichlichem Alkoholgenuss vergleicht. Die Gedanken lassen sich nicht ordnen, die Umgebung wird undeutlich wahrgenommen, jede Anstrengung verschlimmert die Benommenheit. Über diesen engen Ausschnitt hinaus ist nichts belegt; Athamanta gehört zu den kleinen Mitteln der Materia medica, die aus vereinzelten Beobachtungen und nicht aus einer Prüfung stammen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schwindel mit Unsicherheit beim Gehen und Stehen
Kopfschmerz, dumpf und schwer, mit Benommenheit
Verdorbener Magen mit Übelkeit und Druck in der Magengrube
Unklarheit und Verwirrung im Kopf, die sich mit dem Magenzustand verstärkt
Mattigkeit und Widerwille gegen jede Anstrengung
Verschlechterung
  • Nach Alkohol und schweren, fetten Speisen
  • Aufrichten und Bewegen des Kopfes bei Schwindel
  • Geistige Anstrengung
Verbesserung
  • Ruhe und Liegen mit erhöhtem Kopf
  • Frische Luft

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Verlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Widerwille gegen Speisen bei verdorbenem Magen
  • Weitere Abneigungen sind nicht überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Schwindel mit BenommenheitKopfschmerz mit Unklarheit im KopfMagenverstimmung nach unbekömmlichem Essen oder AlkoholVerwirrung und erschwertes Denken bei Magenbeschwerden

Abgrenzung

Bei Kopfschmerz und Benommenheit nach reichlichem Essen oder Alkohol sind die gründlich geprüften Mittel voranzustellen: Nux vomica mit Reizbarkeit, Verstopfung und Verschlechterung am Morgen, Antimonium crudum mit dick weiß belegter Zunge nach Überladung des Magens und Carbo vegetabilis mit Blähung und Schwäche. Beim Schwindel sind Cocculus indicus, Gelsemium sempervirens und Bryonia alba zu vergleichen. Innerhalb der Doldenblütler steht Athamanta neben Conium maculatum und Aethusa cynapium, die beide ungleich besser belegt sind. Angesichts der schmalen Datenlage kommt Athamanta oreoselinum nur bei sehr eng passendem Bild in Betracht.

Verwandte Mittel

Nux vomicaCocculus indicusAntimonium crudumConium maculatumAethusa cynapium

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.