Asterias rubens, der rote Seestern, wird in der Materia medica vor allem im Zusammenhang mit Verhärtungen und Geschwülsten der weiblichen Brust beschrieben, mit nächtlich stechenden Schmerzen und einer deutlichen Betonung der linken Seite. Daneben steht ein nervöses Bild mit krampfhafter Erregung, gesteigertem Geschlechtstrieb und einer ausgeprägten inneren Unruhe, die sich nachts verstärkt. Kälte und nasses Wetter verschlimmern.
Konstitution
Gemütsbild
Nächtliche Angst und Erregung, oft mit dem Gefühl, der Kopf müsse berstenReizbarkeit, die den krampfhaften Zuständen vorausgehtKrampfhafte Erregung durch WiderspruchBesserung der Beschwerden durch WeinenGesteigerter Geschlechtstrieb bei gleichzeitiger innerer Bedrängnis
Das Gemütsbild ist von einer nervösen Übererregbarkeit geprägt, die sich nachts zuspitzt. Die Rubriken verzeichnen Angst in der Nacht und nächtliche Erregung, dazu die eigentümliche Furcht vor einem Schlaganfall, verbunden mit dem Gefühl, der Kopf werde bersten. Reizbarkeit geht den krampfhaften Zuständen unmittelbar voraus, und Widerspruch kann sie auslösen — ein charakteristischer Zug dieses Mittels. Bemerkenswert ist die Rubrik, dass Weinen die Beschwerden bessert: Der Zustand entlädt sich in Tränen und lässt danach nach. Beschrieben wird ferner ein gesteigertes sexuelles Verlangen, das dem Kranken selbst quälend erscheint. Bewusstlosigkeit im Anschluss an die Krampfzustände ist ebenfalls verzeichnet.
Ängste: Furcht vor einem Schlaganfall, nachts mit dem Gefühl, der Kopf werde bersten, Nächtliche Angst mit Unruhe und Erregung, Beklemmung vor dem Einsetzen krampfhafter Zustände
Leitsymptome
- Nachts, besonders Angst, Erregung und Brustschmerzen
- Kaltes, nasses Wetter
- Warme Räume
- Widerspruch und Aufregung
- Kaffee und Alkohol (in der Materia medica genannt)
- Weinen — ausdrücklich als Besserung verzeichnet
- Freie, kühle Luft
- Ruhe und Zurückgezogenheit
Verlangen und Abneigungen
- In der Materia medica wird Verlangen nach Kaffee genannt, der die Beschwerden zugleich verschlimmert
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien im höchsten Grad bei Geschwülsten der Brust aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Verhärtungen der Brust mit nächtlichen SchmerzenBei krampfhaften Zuständen, die durch Widerspruch oder Aufregung ausgelöst werden, verzeichnetBei stechenden Schmerzen zwischen den Rippen mit linksseitiger Betonung genanntBei nächtlicher Angst mit dem Gefühl, der Kopf werde bersten, beschriebenBei sykotischer Belastung in der Materia medica aufgeführt
Abgrenzung
Conium maculatum, in der Materia medica als verwandt genannt, steht ebenfalls bei Verhärtungen der Brust, dort jedoch mit steinharten, wenig schmerzhaften Knoten, Schwindel beim Umdrehen im Bett und ausgeprägter Betäubung. Carbo animalis zeigt harte Drüsen mit brennendem, stechendem Schmerz und großer Schwäche, ohne die nächtliche krampfhafte Erregung. Sepia teilt die hormonell gefärbten Beschwerden, bringt aber Herabdrängen und Gleichgültigkeit mit. Für Asterias rubens sprechen die linksseitige Betonung, die nächtliche Verschlimmerung und die Verbindung von Brustbeschwerden mit nervöser, krampfhafter Erregbarkeit.
Verwandte Mittel
Conium maculatumCarbo animalisSepiaPhytolacca decandraLachesisBufo rana
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.