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Materia medica · Nr. 44

Asterias rubens

Aster.

In 814 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Asterias rubens, der rote Seestern, wird in der Materia medica vor allem im Zusammenhang mit Verhärtungen und Geschwülsten der weiblichen Brust beschrieben, mit nächtlich stechenden Schmerzen und einer deutlichen Betonung der linken Seite. Daneben steht ein nervöses Bild mit krampfhafter Erregung, gesteigertem Geschlechtstrieb und einer ausgeprägten inneren Unruhe, die sich nachts verstärkt. Kälte und nasses Wetter verschlimmern.

Konstitution

KörperbauKlassisch beschrieben werden vollblütige, fettleibige Frauen mit trägem Kreislauf und Neigung zu Verstopfung. Auch bei mageren, nervösen Menschen ist das Mittel verzeichnet, wenn die krampfhafte Erregbarkeit im Vordergrund steht.
Thermalitätfrostig
TemperamentDie Rubriken heben Reizbarkeit, nächtliche Erregung und Angst hervor. Beschrieben wird eine sprunghafte, leicht erregbare Verfassung: Der Kranke ist tagsüber gereizt und wird nachts von Unruhe und Angst überfallen. Widerspruch löst heftige Reaktionen aus, bis hin zu krampfhaften Zuständen.

Gemütsbild

Nächtliche Angst und Erregung, oft mit dem Gefühl, der Kopf müsse berstenReizbarkeit, die den krampfhaften Zuständen vorausgehtKrampfhafte Erregung durch WiderspruchBesserung der Beschwerden durch WeinenGesteigerter Geschlechtstrieb bei gleichzeitiger innerer Bedrängnis

Das Gemütsbild ist von einer nervösen Übererregbarkeit geprägt, die sich nachts zuspitzt. Die Rubriken verzeichnen Angst in der Nacht und nächtliche Erregung, dazu die eigentümliche Furcht vor einem Schlaganfall, verbunden mit dem Gefühl, der Kopf werde bersten. Reizbarkeit geht den krampfhaften Zuständen unmittelbar voraus, und Widerspruch kann sie auslösen — ein charakteristischer Zug dieses Mittels. Bemerkenswert ist die Rubrik, dass Weinen die Beschwerden bessert: Der Zustand entlädt sich in Tränen und lässt danach nach. Beschrieben wird ferner ein gesteigertes sexuelles Verlangen, das dem Kranken selbst quälend erscheint. Bewusstlosigkeit im Anschluss an die Krampfzustände ist ebenfalls verzeichnet.

Ängste: Furcht vor einem Schlaganfall, nachts mit dem Gefühl, der Kopf werde bersten, Nächtliche Angst mit Unruhe und Erregung, Beklemmung vor dem Einsetzen krampfhafter Zustände

Leitsymptome

Verhärtungen und Geschwülste der Brust, in den Repertorien im höchsten Grad aufgeführt; Schmerzen besonders nachts
Betonung der linken Seite, auch der linken Brust, mit Ausstrahlung in die Achselhöhle
Stechende, schneidende Schmerzen zwischen den Rippen
Krampfhafte Zustände mit oder ohne Bewusstsein, mit Vornüberfallen; ausgelöst durch Widerspruch oder Aufregung
Schneidende, blitzartige Schmerzen in den Zehen, besonders der großen Zehe
Gefühl, ein Glied sei verlängert; Zusammenziehen und Lahmheit der Beine
Deutliche Verschlimmerung durch kaltes, nasses Wetter
Gesteigerter Geschlechtstrieb, in den Rubriken ausdrücklich verzeichnet
Beklemmung in warmen Räumen; Empfindung, die Umgebungsluft sei heiß
Verschlechterung
  • Nachts, besonders Angst, Erregung und Brustschmerzen
  • Kaltes, nasses Wetter
  • Warme Räume
  • Widerspruch und Aufregung
  • Kaffee und Alkohol (in der Materia medica genannt)
Verbesserung
  • Weinen — ausdrücklich als Besserung verzeichnet
  • Freie, kühle Luft
  • Ruhe und Zurückgezogenheit

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Materia medica wird Verlangen nach Kaffee genannt, der die Beschwerden zugleich verschlimmert
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien im höchsten Grad bei Geschwülsten der Brust aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Verhärtungen der Brust mit nächtlichen SchmerzenBei krampfhaften Zuständen, die durch Widerspruch oder Aufregung ausgelöst werden, verzeichnetBei stechenden Schmerzen zwischen den Rippen mit linksseitiger Betonung genanntBei nächtlicher Angst mit dem Gefühl, der Kopf werde bersten, beschriebenBei sykotischer Belastung in der Materia medica aufgeführt

Abgrenzung

Conium maculatum, in der Materia medica als verwandt genannt, steht ebenfalls bei Verhärtungen der Brust, dort jedoch mit steinharten, wenig schmerzhaften Knoten, Schwindel beim Umdrehen im Bett und ausgeprägter Betäubung. Carbo animalis zeigt harte Drüsen mit brennendem, stechendem Schmerz und großer Schwäche, ohne die nächtliche krampfhafte Erregung. Sepia teilt die hormonell gefärbten Beschwerden, bringt aber Herabdrängen und Gleichgültigkeit mit. Für Asterias rubens sprechen die linksseitige Betonung, die nächtliche Verschlimmerung und die Verbindung von Brustbeschwerden mit nervöser, krampfhafter Erregbarkeit.

Verwandte Mittel

Conium maculatumCarbo animalisSepiaPhytolacca decandraLachesisBufo rana

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.