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Materia medica · Nr. 32

Astacus fluviatilis

Astac.

In 162 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Astacus fluviatilis, der Flusskrebs, ist in den Repertorien vor allem ein Hautmittel: Nesselsucht mit heftigem Jucken steht im Vordergrund, häufig zusammen mit Beschwerden der Leber und gelblicher Verfärbung. Kennzeichnend ist ein glühend rotes Gesicht, das in eine wandernde Rötung übergehen kann. Ergänzend nennen die Rubriken lockeres, blutendes Zahnfleisch und Mundgeschwüre.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Die Literatur beschreibt das Mittel im Zusammenhang mit Lebersstörungen und einer Neigung zu Hautausschlägen nach dem Genuss von Schalentieren.
Thermalitätfrostig
TemperamentDie Angaben zum Gemüt sind sehr sparsam. Verzeichnet ist, dass Weinen die Beschwerden lindert. Die Reizbarkeit, die dem Jucken folgt, wird in der Literatur beschrieben, ohne dass ein ausgearbeitetes seelisches Bild bestünde.

Gemütsbild

Weinen lindert die BeschwerdenReizbarkeit durch anhaltendes JuckenKaum eigenständig geprüfte Gemütszüge

Zum Gemüt liegt im Wesentlichen eine einzige, aber bemerkenswerte Angabe vor: Die Beschwerden bessern sich durch Weinen. Das ist insofern ungewöhnlich, als Weinen bei vielen Mitteln als verschlimmernd verzeichnet ist. Im Übrigen wird das Bild von den körperlichen Zeichen bestimmt — heftiges Jucken, Hitze im Gesicht, Verdauungsbeschwerden. Ein ausgearbeitetes Gemütsbild ist in der Literatur nicht näher beschrieben; die Wahl stützt sich auf Haut und Leber.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Ängste verzeichnet, Unruhe bei ausgedehntem Hautjucken

Leitsymptome

Nesselsucht mit heftigem Jucken, in den Rubriken mit hohem Grad geführt, oft über den ganzen Körper verbreitet
Glühend rotes Gesicht, in den Rubriken am höchsten graduiert, mit brennendem Schmerz
Wanderröte des Gesichts, auch mit Bläschenbildung
Lockeres, blutendes Zahnfleisch mit Mundgeschwüren
Gelbliche Verfärbung der Haut, Beschwerden der Leber mit Koliken
Frösteln der Arme, Zittern der Arme beim Aufstützen
Kitzelhusten aus dem Kehlkopf, nachmittags und im Sitzen
Verschlechterung
  • Nachmittags
  • Sitzen und Gehen, für den Reizhusten
  • Augenbewegung, bei den Augenbeschwerden
  • Nach dem Genuss von Schalentieren, wie die Literatur beschreibt
Verbesserung
  • Weinen, in den Rubriken eigens verzeichnet
  • Kühle auf der juckenden Haut
  • Ruhe der Arme

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Speiseverlangen verzeichnet
Abneigung
  • Abneigung gegen geschlechtliche Betätigung, in den Rubriken verzeichnet
  • Unverträglichkeit von Schalentieren, in der Literatur beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Nesselsucht mit heftigem Jucken, in Repertorien mit hohem Grad aufgeführtHautausschläge im Zusammenhang mit LeberbeschwerdenWanderröte des GesichtsGelbliche Verfärbung der HautLockeres, blutendes ZahnfleischWiederkehrende Fieberzustände

Abgrenzung

Apis mellifica, in der Literatur als verwandt genannt, zeigt bei Nesselsucht die brennend stechenden Schmerzen, ausgeprägte Schwellung und Besserung durch Kälte; Astacus fluviatilis ist stärker mit Leber und Gelbfärbung verbunden. Urtica urens wird der Nesselsucht nach Schalentieren gleichfalls zugeordnet, mit brennendem Jucken und wiederkehrendem Verlauf. Rhus toxicodendron steht bei bläschenbildender Wanderröte mit ruheloser Bewegung nahe.

Verwandte Mittel

Apis mellificaUrtica urensRhus toxicodendronBelladonnaChelidonium majus

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.