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Materia medica · Nr. 671

Asclepias cornuti (syriaca)

Asc-c.

In 120 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Asclepias cornuti, die Gewöhnliche Seidenpflanze aus Nordamerika, ist ein kleines Mittel mit deutlichem Bezug zu Nieren, Wasserhaushalt und Erkältungsfieber. Die höchste Bewertung im Repertorium trägt eine einseitige Kälte im Fieberverlauf - Frost oder Kältegefühl nur auf einer Körperhälfte. Daneben stehen Wasseransammlung im Gewebe, Nierenentzündung und rheumatische Schmerzen.

Konstitution

KörperbauEin eigenes Konstitutionsbild ist nicht überliefert. Die Angaben deuten auf Menschen mit träger Ausscheidung, Neigung zu Gewebeschwellung und zu Katarrhen hin.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum seelischen Bild liegen im Repertorium keine belastbaren Angaben vor. Die Literatur beschreibt Asclepias cornuti fast ausschließlich über körperliche Zeichen; ein Temperamentsbild ist nicht ausgearbeitet.

Gemütsbild

Kein durchgezeichnetes Gemütsbild überliefertBeschwerden werden vorrangig körperlich beschriebenMittelwahl stützt sich auf Fieber-, Nieren- und Wasserhaushaltszeichen

Für Asclepias cornuti liegen im Repertorium keine Gemütsrubriken vor, und auch die klassische Materia medica beschreibt das Mittel ohne ausgearbeitetes seelisches Bild. Es wird als Mittel für körperliche Zustände geführt: Wasseransammlung, Nierenentzündung, rheumatische und katarrhalische Beschwerden. Die Mittelwahl stützt sich daher auf die auffälligen körperlichen Zeichen, allen voran die einseitige Kälte im Fieber und die Empfindung, als würden Weichteile nach innen gezogen. Angaben zum Gemüt wären an dieser Stelle Erfindung und werden bewusst nicht ergänzt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Kälte nur auf einer Körperseite im Fieberverlauf - die mit Abstand höchstbewertete Angabe
Wasseransammlung im Gewebe mit äußerer Schwellung
Nierenentzündung, in der Literatur auch bei Harnvergiftung genannt
Empfindung, als würden Weichteile nach innen gezogen
Brustbeinschmerz mit Entzündung von Bronchien oder Rippenfell; Keuchhusten
Heißhunger kurz nach dem Essen; Brennen in der Harnröhre beim Wasserlassen; krampfende Bauchschmerzen während des Stuhlgangs
Verschlechterung
  • Kälte und feuchte Witterung, mit Zunahme der rheumatischen Schmerzen
  • Vor der Regelblutung, mit Gebärmutterbeschwerden
Verbesserung
  • Vermehrte Harnausscheidung
  • Weitere Besserungen sind in der Literatur nicht belastbar beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Heißhunger, der bald nach dem Essen wiederkehrt
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Wasseransammlungen im GewebeNierenentzündung mit verminderter HarnausscheidungKatarrhalisches Fieber und grippale ZuständeRheumatische Schmerzen, besonders an den SchienbeinenRippenfell- und BronchialentzündungSchmerzhafte Regelblutung mit Beschwerden vor der Blutung

Abgrenzung

Asclepias tuberosa, die Knollige Seidenpflanze, ist die weit bekanntere Verwandte und trägt ein deutliches Rippenfellbild mit stechenden Brustschmerzen und Besserung durch Vornüberbeugen; Asclepias cornuti steht dagegen stärker im Nieren- und Wasserhaushaltsbereich. Bei Wasseransammlung mit Nierenbezug sind Apis mellifica mit stechenden Schmerzen und Wärmeverschlimmerung sowie Apocynum cannabinum mit ausgeprägter Wassersucht die geläufigeren Vergleichsmittel. Die einseitige Kälte im Fieber ist ein eng umgrenztes Unterscheidungszeichen.

Verwandte Mittel

Asclepias tuberosaApis mellificaApocynum cannabinumTerebinthinaBryonia alba

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.