Arundo mauritanica, das Pfahlrohr, ist in der Materia medica vor allem als Mittel des Heuschnupfens bekannt. Beschrieben wird ein Mensch, dessen Beschwerden jedes Jahr zur gleichen Zeit wiederkehren und bei dem ein quälendes Jucken im Vordergrund steht: in der Nase, am Gaumen, an den Augen. Dazu treten Niesanfälle, brennende Trockenheit der Nase und ein auffälliger roter Sandsatz im Harn.
Konstitution
Gemütsbild
Gereiztheit durch das anhaltende, unstillbare JuckenRuhelosigkeit während der AnfälleErschöpfung durch die jährlich wiederkehrenden BeschwerdenEigene Gemütsrubriken liegen nicht vor
Für Arundo verzeichnet die Datenbank keine eigenständigen Gemütsrubriken; das Mittel ist ausschließlich über die körperlichen Zeichen erschlossen. Die klassische Materia medica beschreibt keinen ausgearbeiteten Gemütszustand, sondern die Gereiztheit und Zermürbung, die aus dem beständigen Juckreiz entsteht: Der Kranke bohrt in der Nase, reibt an den Augen und findet dennoch keine Erleichterung. Angaben zu Ängsten, Wahnideen oder charakteristischen Gemütsverfassungen fehlen. Wer das Mittel erwägt, stützt sich sinnvollerweise auf die körperlichen Kennzeichen, nicht auf ein Gemütsbild.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Zur Blütezeit, jährlich wiederkehrend
- Berühren und Bürsten der Haare
- Anhaltendes Fixieren mit den Augen
- Nachmittags
- Anstrengung und Treppensteigen, was die Atemnot betrifft
- Wenn die Absonderung in Gang kommt
- Ruhe
- Kühlung des heißen Kopfes
Verlangen und Abneigungen
- Saures und Säuerliches, in den Rubriken verzeichnet
- Darüber hinaus in den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei jährlich wiederkehrendem Schnupfen und Heuschnupfen aufgeführtKlassisch zugeordnet zu heftigem Jucken in der Nase und am GaumenBei brennender Trockenheit der Nase verzeichnetBei rotem Sandsatz im Harn genanntBei Haarausfall mit empfindlicher Kopfhaut aufgeführtIn der Literatur bei Ekzem an den Mundwinkeln beschrieben
Abgrenzung
Sabadilla teilt die heftigen Niesanfälle des Heuschnupfens, zeigt jedoch das Frieren und die Besserung durch Wärme sowie das kennzeichnende Jucken im Gaumen mit Tränenfluss. Wyethia hat das quälende Jucken am Gaumen im Vordergrund, ohne die Nasenbeteiligung von Arundo. Sticta zeigt statt des Juckens die völlige Trockenheit mit unaufhörlichem Schneuzdrang, Allium cepa das scharfe, wundmachende Nasensekret bei milder Tränenabsonderung. Für Arundo spricht die Verbindung des jährlich wiederkehrenden Schnupfens mit heftigem Jucken innen in der Nase und dem roten Sandsatz im Harn.
Verwandte Mittel
SabadillaWyethia helenioidesAllium cepaSticta pulmonariaAmbrosia artemisiaefoliaLycopodium
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.