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Materia medica · Nr. 664

Arum italicum

Arum-i.

In 27 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Arum italicum, der Italienische Aronstab, gehört zur Gruppe der Aronstabgewächse und steht damit in unmittelbarer Nachbarschaft des bekannteren Arum triphyllum. Charakteristisch ist im Repertorium die Empfindung, der Gaumen sei geschwollen, verbunden mit einem Zusammenschnüren im Hals und zähem, fadenziehendem Auswurf. Das Mittel ist mit 27 Rubriken nur wenig belegt; die Literatur beschreibt es überwiegend als kleinere Verwandte des Hauptmittels.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben; die Aronstabgewächse werden ohne festgelegten Körpertyp geführt.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegt aus der Prüfung nur wenig vor. Verzeichnet ist eine geistige Erschöpfung, ein Gefühl von Zerschlagenheit und Unvermögen zu geistiger Anstrengung. Ein darüber hinausgehendes Wesensbild ist nicht überliefert.

Gemütsbild

geistige Erschöpfung und ZerschlagenheitUnlust zu Anstrengungkein ausgearbeitetes Gemütsbild überliefert

Die einzige Gemütsrubrik, die für Arum italicum verzeichnet ist, betrifft die geistige Erschöpfung. Beschrieben wird ein Zustand von Mattigkeit und Abgeschlagenheit, in dem Denken und Konzentration schwerfallen. Ängste, Wahnvorstellungen oder charakteristische Stimmungslagen sind in der Datenbasis nicht enthalten und werden in der klassischen Materia medica für dieses Mittel ebenfalls nicht ausgeführt. Wer das Bild vertiefen möchte, wird eher auf Arum triphyllum zurückgreifen, das ausführlicher geprüft ist.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine Angstrubriken in der Datenbasis vorhanden

Leitsymptome

Empfindung, der Gaumen sei geschwollen — die am stärksten besetzte Rubrik des Mittels
Zusammenschnürendes, würgendes Gefühl im Hals
Heiserkeit bis Stimmverlust
Zäher, fadenziehender Auswurf
Rötung der Finger, wie bei einer Reizung der Haut
Hautjucken und kolikartige Leibschmerzen
Verschlechterung
  • beim Schlucken und Sprechen
  • durch anhaltenden Stimmgebrauch
  • Weitere Verschlimmerungsmodalitäten sind nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • durch Ruhe der Stimme
  • Weitere Besserungsmodalitäten sind in der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Heiserkeit und KehlkopfreizungEmpfindung von Schwellung am GaumenHalsenge mit Würgegefühlzäher Auswurf bei Katarrhen der AtemwegeHautjucken und Rötung der Finger

Abgrenzung

Arum triphyllum ist das ungleich besser geprüfte Hauptmittel dieser Pflanzengruppe; es zeigt die wundmachende Schärfe der Absonderungen, das Bohren in Nase und Lippen und den völligen Stimmverlust weit ausgeprägter. Arum italicum bleibt demgegenüber blasser und ist vor allem über die Gaumenempfindung charakterisiert. Von Causticum, ebenfalls bei Heiserkeit geführt, unterscheidet es sich durch das Fehlen der Morgenverschlimmerung und der Lähmungsthematik.

Verwandte Mittel

Arum triphyllumArum dracontiumCausticumKalium bichromicum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.